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Krefelds Arla-Milchbauern dürfen sich auf 31.000 Euro Nachzahlung freuen

Wirtschaft in Krefeld : Krefelds Arla-Milchbauern dürfen sich auf 31.000 Euro Nachzahlung freuen

Die Vertreterversammlung der Arla-Genossenschaft hat entschieden, dass für 2020 eine Nachzahlung von 1,75 Eurocent pro Kilogramm gelieferter Milch gezahlt wird.

460 Landwirte aus Krefeld und vom gesamten Niederrhein, die der Genossenschaft Arla Foods angehören, dürfen sich auf eine kräftige Nachzahlung freuen. Anfang dieses Monats schüttet die Genossenschaft an ihre insgesamt rund 9400 Mitglieder 264 Millionen Euro aus. Das sind im Durchschnitt rund 28.000 Euro pro Mitglied. In Deutschland und in Krefeld dürfte der Betrag sogar noch etwas höher liegen. Demnach dürfen sich die Arla-Milchbauern über gut 31.000 Euro freuen. Der Betrag errechnet sich überschlägig aus 25 Liter Milch pro Kuh mal 305 Tage und durchschnittlich 235 Milchkühen pro Landwirt mal die Nachzahlung von 1,75 Eurocent pro Liter.

Die Produkte der Molkereigenossenschaft tragen das Siegel „Gehört uns Milchbauern“. Es mache deutlich, dass die Landwirte Eigentümer der Genossenschaft seien und Verbraucher mit jedem gekauften Arla Produkt direkt die Landwirte unterstützten. Im Sinne dieser genossenschaftlichen Struktur sei es Arlas Ziel, die höchstmögliche Wertschöpfung für die Milch ihrer Mitglieder zu erwirtschaften. Dabei gingen die Erträge der Genossenschaft in Form der monatlichen Milchgeldzahlung sowie einer jährlichen Nachzahlung an die Landwirte, berichtete ein Arla-Sprecher.

Über die Höhe der Nachzahlung entscheidet die Vertreterversammlung. Das Gremium hat entschieden, dass für 2020 vom Gewinn eine Nachzahlung von 1,75 Eurocent pro Kilogramm gelieferter Milch ausgezahlt wird. Insgesamt werden mit der Entscheidung 264 Millionen Euro an die Landwirte in ganz Europa als Nachzahlung, Zinsen und individuelle Konsolidierung (Kapitaleinlage) verteilt. Rund 9400 Landwirte in sieben europäischen Ländern sind Arla Genossenschaftsmitglieder. Dazu gehören zirka 1570 deutsche Landwirte, die im Norden und Westen Deutschlands ihre Höfe haben und im vergangenen Jahr 1,71 Milliarden Kilogramm lieferten.

„Zentraler Bestandteil unserer Genossenschaft ist es, dass unsere Erträge an unsere Mitglieder als Eigentümer gehen. Besonders in Deutschland ist der Milchmarkt hart umkämpft. Umso erfreulicher ist es, dass wir als Genossenschaft aufgrund unserer starken Position die diesjährige Nachzahlung an unsere Mitglieder erhöhen können“, erklärte Aufsichtsratsmitglied Manfred Graff, Landwirt aus der Nordeifel.

Der vorausgezahlte, monatliche Milchpreis an Arlas Landwirte blieb relativ stabil, verglichen mit den Schwankungen, die in der gesamten Molkereibranche zu beobachten waren. Mit den ausgezahlten Zuschlägen lag der monatliche Arla Milchpreis für konventionell erzeugte Milch im Durchschnitt bei 33,10 Eurocent pro Kilogramm Milch (bei 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß). Mit der nun beschlossenen Nachzahlung erhöht er sich auf 34,85 Eurocent. Hinzu kommen 0,3 Eurocent als individuelle Konsolidierung (Kapitaleinlage). Daraus ergibt sich in Summe ein Jahresdurchschnittspreis von 35,20 Eurocent pro Kilogramm Milch.