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Krefeld: Krefelderin erzählt von ihrer Rede bei der UN

Krefeld : Krefelderin erzählt von ihrer Rede bei der UN

Die Krefelderin Whitney Nosakhare hat einen Sprachenwettbewerb der Vereinten Nationen gewonnen. In der vergangenen Woche hielt sie eine Rede im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Hier erzählt sie von ihren Erlebnissen.

Ich habe mir vor meiner Rede viele Gedanken darüber gemacht, was genau ich sagen möchte. Es kommt ja nicht alle Tage vor, dass man im Hauptquartier der Vereinten Nationen reden darf. Ich hatte nur zwei Minuten Zeit für meine Rede. Und das alles in so kurzer Zeit zu drosseln, war hart. Es gibt so vieles, was ich gerne gesagt hätte. Seit ich denken kann, will ich alles dafür machen, um Menschen positiv beeinflussen zu können.

Vor den Vereinten Nationen habe ich in meiner Rede für alle Menschen gesprochen, die keinen Zugang zu Bildung haben und zu allen Jugendlichen auf dieser Welt, die diese Chance wahrnehmen können. Mein Thema: Mehrsprachigkeit, Menschenrechte, Bildung und Fortschritt. Ich wollte mit meiner Rede Menschen motivieren und ermutigen. Ich möchte ihnen Nachdenkmöglichkeiten geben und inspirieren, diese Welt zu verändern.

Ich war vor der Rede nicht sonderlich aufgeregt, da ich schon sehr oft Themen präsentiert habe oder auf der "Bühne" stand. Publikum ist kein Problem für mich. Ich konnte es ehrlich gesagt kaum erwarten, zu dieser Masse zu sprechen und ich weiß, dass ich einige Menschen berührt habe. Vielleicht ist diese kleine Rede nur ein kleiner Schritt gewesen, aber ich hoffe, dass meine Worte Menschen beeinflussen, die größere Schritte gehen können als ich. Ich konnte endlich das sagen, was mir auf dem Herzen liegt. Und das vor den Vereinten Nationen. Das ist der Wahnsinn. Nach der Rede war es ein sehr schönes Gefühl.

Ich möchte allen danken, die mich auf meinem Weg begleitet haben. Meiner damaligen Englischlehrerin Frau Krueger am Gymnasium Horkesgath, die mich auf das Schreiben von Essays vorbereitet hat, und meinen Eltern, dass sie immer an mich geglaubt haben und meine Vorbilder sind.

Diese Reise hat mich motiviert, noch viel mehr zu tun bzw. aktiver zu werden. Politisch und gesellschaftlich. Ich hoffe, das ist der Anfang einer langen effektiven Reise. Ich will, dass meine Stimme gehört wird, und kann es kaum erwarten, zu meinem Ziel zu gelangen. Ich weiß, dass ich es schaffen kann, denn ich habe Visionen und den Willen, meine Worte in Taten umzusetzen.

Ich weiß, es klingt für manche utopisch, doch ich bin eine Träumerin, und das ist der richtige Weg, um durchzustarten.

Meine Zeit in New York war wirklich sehr bereichernd. Ich habe viele Menschen aus aller Welt kennengelernt und viele Kontakte geknüpft. Ich bin wirklich positiv überrascht worden. Menschen können so verschieden sein, und ich bin sehr glücklich und sehr dankbar, dass ich diese Reise machen durfte und vor der UN sprechen konnte.

Das schönste aber: Ich habe 59 neue Freunde aus Australien, Haiti, Mexico, Vietnam, China und sogar Madagaskar gewonnen. Diese Erfahrung kann mir niemand nehmen.

(RP)