Krefelder Rat verabschiedet Pläne zur Grotenburg

Krefeld : Rat verabschiedet Pläne zur Grotenburg

Erwartungsgemäß hat der Krefelder Rat den Vorschlag der Verwaltung zur Zukunft der Grotenburg verabschiedet. Einzelne Punkte sind umstritten.

(vo) Erwartungsgemäß hat der Rat gestern Abend den Beschlussvorschlag der Verwaltung zur Zukunft der Grotenburg mehrheitlich verabschiedet. Es gab Einzelkritik und wechselnde Mehrheiten zu einzelnen Punkten, doch unterm Strich ist das ganze Paket beschlossen worden. Demnach bekräftigt der Rat seinen Beschluss, elf Millionen Euro in die Sanierung der Grotenburg zu stecken und die Sanierung möglichst bis zum Saisonstart 2020/2021 zu vollenden (wir berichteten ausführlich). Für den Fall, dass dies nicht gelingt und der KFC Uerdingen dann noch auf ein anderes Stadion ausweichen muss, werden dem Club Hilfen „im Rahmen der Abwicklung des Mietverhältnisses“ in Aussicht gestellt. Heißt: Der KFC kann damit rechnen, dass die Miete für die Grotenburg eine gewisse Zeit gemindert wird. Mit dieser Unterstützung hat insbesondere die FDP ein Problem.

Am Rande der Sitzung wurde deutlich, dass es durchaus Ratsmitglieder gibt, die sich unwohl bei dem Gedanken fühlen, elf Millionen Euro in ein Stadion zu investieren und damit rechnen zu müssen, dass KFC-Präsident Ponomarev die Brocken hinwirft und der KFC in die Bedeutungslosigkeit stürzt. Ponomarev hat mit seinem Rückzug für den Fall gedroht, dass die Grotenburg nicht pünktlich fertig ist. Auch sein Ausstieg aus den Gesprächen zur Gründung einer Stadion-GmbH zwischen Stadt und KFC schürte die Befürchtung, er könnte das Interesse an Krefeld verlieren.

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