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Krefelder Orgelsommer: Sechs Konzerte und ein Jesus-Groove

Konzerte in Krefeld : Jesus-Groove beim achten Orgelsommer

Die traditionelle Sommer-Konzertreihe läuft – unter Corona-Bedingungen – in vier Krefelder Kirchen. Das Programm geht von der großen Sinfonie bis zur jazzigen Improvisation. Auftakt ist am Sonntag, 9. August, in St. Cyriakus.

Würden Orgelliebhaber eine Deutschlandkarte erstellen, wäre Krefeld als Stadt mit besonderem Reiz darin verzeichnet. Hier gibt es eine vielfältige und hochkarätige Orgellandschaft. Einen Einblick gibt der Krefelder Orgelsommer, den Kirchenmusiker Heinz-Peter Kortmann zu einer kleinen Tradition entwickelt hat.

Im August startet der achte Krefelder Orgelsommer. Kortmann  ist froh, dass er trotz der Corona-Einschränkungen zu sechs Konzerten in vier Krefelder Kirchen einladen kann. In Zusammenarbeit mit den Pfarren St. Cyriakus, Hl. Dreifaltigkeit und der Friedenskirche sowie dem Förderverein für Kirchenmusik an St. Josef und Maria-Waldrast hat der Kantor ein Programm  für sehr unterschiedlich disponierte Instrumente zusammengestellt.

Zwei Besonderheiten machen diesen Sommer aus: ein Abend mit Orgelsinfonien und eine Premiere. Denn die Friedenskirche ist erstmals Teil des Krefelder Orgelsommers.

Alle Konzerte beginnen sonntags um 18 Uhr. Im Eröffnungskonzert am 9. August widmet sich Kortmann in der Hülser Pfarrkirche St. Cyriakus dem großen sinfonischen Klang: Die Symphonie in g-Moll, op. 42,2 von Charles Marie  Widor und die 2. Symphonie in e-Moll von Louis Vierne wird er interpretieren. „Beide Komponisten haben mit ihren Orgelsinfonien die Entwicklung der sinfonischen Orgelmusik Frankreichs entscheidend geprägt“, teilt er mit.

In der Friedenskirche, deren Rieger-Orgel in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert, ist am 16. August der junge Konzertorganist Nicolò Sari aus Venedig zu Gast mit Werken von Bach, Franck und Bossi.

 „Sopran trifft Orgel“ heißt es am 23. August wieder in St Cyriakus, wenn Sopranistin Amelie Deppe und Organist Guido Harzen Werke von Bach, Händel und die berühmte Motette „Exsultate jubilate“ von Mozart zu Gehör bringen. Ebenfalls in der Hülser Pfarrkirche erklingt das vierte Konzert am  30. August. Professor Christoph Schoener, der frisch pensionierte Kirchenmusikdirektor der Hamburger Michaeliskirche und Echo-Preisträger, hat große Orgelliteratur im Gepäck: Bachs Passacaglia in c-Moll, Werke von Mendelssohn Bartholdy sowie die Variationen d-Moll aus dem Streichsextett von Johannes Brahms.

Der Förderverein Vivace richtet am 6. September das Konzert mit dem italienischen Organisten Luciano Zecca aus, der Morandi, Bossi und Boëllmann spielt.

Für die  beliebte „Last Night“ in St. Josef (Stadtmitte) am 13. September probt der Crescendo Chor in kleinen Gruppen und bereitet ein Programm in unterschiedlichen Besetzungen vor, das in Corona-Zeiten aufführbar ist. Werke von Karl Jenkins und Ola Gjeilo stehen auf dem Programm sowie verschiedene Gloria-Vertonungen für Frauenchor. Besonderer Gast an diesem Abend ist der Trompeter  Daniel Schmahl mit klassischen und jazzigen Werken. In der Last Night will er einige glanzvolle Höhepunkte setzen wie mit der barocken Sonate von Vejvanowski oder auch mit jazzigen Stücken – zum Beispiel dem Jesus-Groove nach dem Bachschen Choral „Jesu, meine Freude“ von Johannes Gebhardt.