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Krefelder Künstler pflanzen Birnbaum als Hoffnungsträger

Symbol für 25 Jahre A-Gang in Krefeld : Künstler pflanzen Birnbaum als Hoffnungsträger

Künstler des A-Gangs haben in Kooperation mit der Initiative „3333 Bäume“ auf dem Anne-Frank-Platz einen Baum gepflanzt. Er soll ein Symbol für 25 Jahre A-Gang sein – und mit seinen Blüten und seinem Wachstum Optimismus und Freude verbreiten.

Robin Hill ist ein Hoffnungsträger. Sein vollständiger Name: Amelanchier arborea „Robin Hill“. Manche kennen den Baum auch als Felsenbirne. Die Künstler des A-Gangs haben ihn auf dem Anne-Frank-Platz gepflanzt – in Kooperation mit der Initiative „3333 Bäume“.

„Es ist ein Baum, der als Symbol für 25 Jahre A-Gang gesehen werden kann. 25 Jahre, in denen dieser Atelierrundgang von einem kleinen, zarten Pflänzchen zu einem stattlichen Baum herangereift ist, quicklebendig und festverwurzelt in der Kulturlandschaft Krefeld. Ein Baum, der, vergleicht man die Menge der Gäste, die über die Jahre teilgenommen haben, mit einem Astwerk eine gewaltige Krone vorzuweisen hat. Und ein Baum, der durchaus, wie sein kleines Pendant hier, noch das Zeug hat zum Blühen, Wachsen und Gedeihen“, sagt der Künstler Christof Legde.

Dass der Baum in der Zeit zwischen den beiden Wochenenden der offenen Ateliers gesetzt wurde, ist ein Zeichen der Gruppe, die in 25 Jahren auch gemeinsame Wirkkraft entwickelt hat.

Die Aktion „3333 Bäume für Krefeld“ fußt auf Joseph Beuys’ „soziale Plastik“ für die Documenta 1982 („7000 Eichen für Kassel“). Legde meint: „Das Pflanzen von Bäumen als Ausdruck einer politischen und weltanschaulichen Haltung, darf man wohl mit Fug und Recht sagen, hat eine lange, auch künstlerische Geschichte.“ Und auch die A-Gang-Künstler, alle an der ehemaligen Fachhochschule für Design ausgebildet, haben sich immer wieder in gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Fragen zu Wort gemeldet. Projekte wie „Parkplätze“, „Am Fluss“ und „Kunstrasen“ gehören dazu.

„Robin Hill“ ist nicht der erste A-Gang-Baum. Legde erinnert an das Jahr 2002: Damals wurde „spektakulär und medienwirksam die D-Mark in Krefeld zu Grabe getragen, eine Aktion, die auf allen Fernsehprogrammen live zu sehen war. Damals war es eine Eiche, die zur Erinnerung an die D-Mark auf einem Grab im Garten des Caféhauses Schmitz gepflanzt wurde – getreu der Vorlage auf dem 50-Pfennig-Stück. Leider ist dieser Baum, eigentlich ein Symbol für Kraft und Unvergänglichkeit, wie auch das Caféhaus Schmitz selber einer Bebauung zum Opfer gefallen“.

Der Birnbaum nun soll mit seinen „hübschen Blüten und seinem Wachstum Optimismus und Freude verbreiten und hoffentlich zahlreichen Vögeln einen Platz zum Brüten bietet. Ein Baum, der seinen klitzekleinen Teil zur dringend nötigen Verbesserung der Luftqualität und zur Renaturierung der Erde beiträgt. Ein Baum auch, der an diesem besonderen Platz eine Erinnerung an Anne Frank und somit ein Zeichen der Hoffnung darstellt“, so Legde.

Zum A-Gang-Jubiläum ist ein Katalog erschienen, der in den Ateliers erhältlich ist. www.atelier-ausstellung.de