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Krefelder Durchschnittseinkommen steigt in einem Jahr um 942 Euro

Landesamt für Statistik : Krefelder Durchschnittseinkommen steigt in einem Jahr um 908 Euro

Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik hat gestern Auswertungen für die Jahre 2014 bis 2018 vorgestellt. Krefeld liegt beim verfügbaren Einkommen auf Platz 302 von 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.

Von dem für den Konsum und zum Sparen zur Verfügung stehenden Durchschnittseinkommen der Meerbuscher oder der Menschen in Schalksmühle und Attendorn sind die Krefelder weit entfernt: Die am Mittwoch vorgestellte Auswertung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) für die Jahre 2014 bis 2018 weist für Beschäftigte aus Krefeld ein mittleres Einkommen von 26.519 Euro aus. Davon bleiben für den Konsum und zum Sparen 21.591 Euro übrig. Fünf Jahre zuvor waren es noch 2547 beziehungsweise 1836 Euro weniger.

In der Summe macht das für 2018 einen in Krefeld zum Konsum bereitstehenden  Betrag in Höhe von 4,898 Milliarden Euro aus. Trotz der gestiegenen Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen ist Krefeld in der Rangliste der 396 nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden seit 2014 von Platz 241 auf Platz 302 zurückgefallen. Die größten Einkommenssprünge hat es in dem Zeitraum von 2017 auf 2018 gegeben. Das so genannte Primäreinkommen der Krefelder stieg innerhalb von zwölf Monaten  um 908 Euro, das verfügbare Einkommen um 661 Euro.

Im Jahr 2018 verfügte jeder Einwohner in Nordrhein-Westfalen rein rechnerisch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 22.294 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 747 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Mit 39.443 Euro wies Attendorn im Kreis Olpe das höchste verfügbare Einkommen je Einwohner aller 396 Städte und Gemeinden in NRW auf. Schalksmühle im Märkischen Kreis (36.004 Euro) und Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss (33.834 Euro) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Am unteren Ende der Skala rangierten Gelsenkirchen (16.450 Euro) und Kranenburg im Kreis Kleve (16.350 Euro).

Insgesamt belief sich das verfügbare Einkommen im Jahr 2018 in Nordrhein-Westfalen auf rund 399,6 Milliarden Euro. Von allen Städten und Gemeinden des Landes wiesen Köln (24,3 Milliarden Euro) und Düsseldorf (16,1 Milliarden Euro) die höchsten Einkommenssummen auf. Rein rechnerisch kamen damit auf jeden Einwohner Kölns mehr als 22.402 Euro. In der Landeshauptstadt lag das verfügbare Einkommen bei durchschnittlich 26.087 Euro.

Die höchsten Zuwächse beim verfügbaren Einkommen im Vergleich zum Jahr 2017 ermittelten die Statistiker für Schalksmühle im Märkischen Kreis (plus 5,1 Prozent) und Attendorn im Kreis Olpe (plus 5,0 Prozent). Die geringsten Zuwächse aller Städte und Gemeinden des Landes erzielten Straelen im Kreis Kleve ( plus 0,2 Prozent) und Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke ( plus 1,7 Prozent).

Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Statistiker die Einkommenssumme (Arbeitnehmerentgelt und Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen), die den privaten Haushalten nach der so gennanten Einkommensumverteilung, also abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen, durchschnittlich für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht. Es ist als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung der Gemeinden zu verstehen und ermöglicht mittelbar Aussagen zur lokalen Kaufkraft, wobei die regionale Preisentwicklung unberücksichtigt bleibt.