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Krefelder Covestro AG verringert ihren Kohlenstoff-Fussabdruck

Wirtschaft in Krefeld : Die Covestro AG verringert ihren Kohlenstoff-Fußabdruck

Der Spezialchemiekonzern aus dem Chempark Uerdingen mach Fortschritte beim Umbau der Kunststoffproduktion zu einer Kreislaufwirtschaft.

Die in Krefeld ansässigen Spezialchemiekonzerne Covestro und Lanxess melden aktuell gefühlt im Wochentakt ihre Fortschritte beim Umbau der Kunststoffproduktion als  nachhaltige und klimafreundliche Zukunftslösung. Diesmal ist es wieder die im Chempark Uerdingen beheimatete Covestro AG, die über die Erweiterung ihres Produktportfolios auf Basis alternativer Rohstoffe als ein Teil des Programms zur Verwirklichung der Kreislaufwirtschaft berichtet. So solle das Produktangebot des Unternehmens in Europa bereits ab Anfang des kommenden Jahres um massenbilanzierte thermoplastische Polyurethane (TPU) erweitert werden, zu einem späteren Zeitpunkt auch in Asien, erklärte ein Unternehmenssprecher.

„Die neuen Produkte werden unter Einsatz bioattribuierter Rohstoffe produziert und weisen im Vergleich zu ihren Pendants auf fossiler Basis einen reduzierten Kohlenstoff-Fußabdruck auf. Zugleich überzeugen die massenbilanzierten Produkte mit der gleichen Qualität und Eigenschaften und können ohne technische Änderungen direkt in Herstellprozesse in nachgelagerten Industrien integriert werden“, informierte Covestro.

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„Ich freue mich sehr, dass wir schon bald unsere Kunden in der Elektronik-, Schuh- und Automobilindustrie sowie anderen Branchen dabei unterstützen können, ihren Kohlenstoff-Fußabdruck mit dieser Drop-in-Lösung zu reduzieren“, sagte Andrea Maier-Richter, globale Leiterin des TPU-Geschäfts bei Covestro.

In den vergangenen Jahren habe Covestro bereits verschiedene TPU-Produkte auf Basis alternativer Rohstoffe auf den Markt gebracht, da immer mehr Verbraucher nachhaltigere Produkte bevorzugen. Thermoplastische Polyurethane seien sehr vielseitige Kunststoffe. Sie würden in unterschiedlichen Härten angeboten, seien flexibel und trotzdem schlagzäh und eigneten sich deshalb für viele verschiedene Anwendungen vom Autoinnenraum über Bekleidung und Sportschuhe bis zu IT-Komponenten, berichtete der Sprecher.

Die Bereitstellung massebilanzierter Produkte sei Teil eines umfassenden globalen Programms, mit dem sich Covestro vollumfänglich auf die Kreislaufwirtschaft ausrichte. Dabei setze das Unternehmen auf eine verstärkte Nutzung von alternativen Rohstoffen wie biobasierten Materialien, Kunststoffabfällen und CO2 sowie von erneuerbaren Energien. Außerdem entwickele es gemeinsam mit Partnern innovative Recyclingtechnologien, so Covestro. Bei der Massenbilanzierung würden fossile und alternative Rohstoffe in der Produktion gemischt, in der Buchführung jedoch getrennt.

(sti)