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Krefelder CDU-Kandidatin Radomski zieht über Liste in den Bundestag ein

Bundestagswahl : CDU-Kandidatin Radomski zieht über Liste in den Bundestag ein

Nach einer Nacht des Bangens steht fest: Die CDU-Kandidatin Kerstin Radomski, die ihren Wahlkreis 114 direkt an den SPD-Mann Jan Dieren verloren hat, zieht doch wieder in den Bundestag ein. Ihr Listenplatz hat gezogen

Es war eine Zitterpartie: Erst gegen sechs Uhr am Montagmorgen war klar, dass Kerstin Radomski über Liste wieder in den Bundestag einziehen würde. Listenplätze ziehen bei der CDU erfahrungsgemäß nicht gut, weil die Partei viele Direktmandate holt. Die CDU-Politikerin stand auf Platz 20 der Landesliste, ein guter Platz, und doch war es der vorletzte, der gezogen hat, teile sie  auf Anfrage mit. Im Duell mit ihrem SPD-Herausforderer Jan Dieren aus  Moers hatte sie den Wahlkreis 114 bei der Wahl am Vortag abgeben müssen an die SPD. Dass sie nun doch wieder ein Ticket nach Berlin hat, hat sie ihrer innerparteilichen Reputation zu verdanken: Sie kletterte bei den Listenplätzen von Platz 40 im Laufe der Jahre auf Platz 20 – den Platz, der ihr jetzt den Wiedereinzug in den Bundestag ermöglicht. „Ich freue ich, meine Arbeit in Berlin fortsetzen zu dürfen“, sagte sie auf Anfrage, „morgen geht s zur Fraktionssitzung nach Berlin, und dann geht die Arbeit für den Wahlkreis und Deutschland weiter“, sagte sie auf Anfrage. „Ich danke alle Unterstützern, und den vielen Menschen, die mit mir gefiebert haben und sich jetzt freuen.“ 

Nach eigener Auskunft war es die Umweltpolitik, die sie Anfang der 1990er Jahre in die CDU eintreten ließ.   Die Krefelderin Radomski arbeitete sich zäh hoch: Kreisvorstand, Bezirksvorsitzende der JU Niederrhein, sachkundige Bürgerin im Krefelder Rat, Vorstandsmitglied, Mittelstandsvereinigung, seit 2005 Landesvorstand NRW, seit 2012 stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Krefeld. 2013 dann der Sprung in den Bundestag über Liste, 2017 holt sie den Wahlkreis direkt, was als kleine Sensation galt, da vor allem Moers SPD-Stammland war.