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Krefelder Bauern profitieren von Arla-Genossenschaft

Molkereigenossenschaft will Gewinn auszaheln : Arla-Genossenschaft: 460 heimische Landwirte profitieren

Der Aufsichtsrat der Molkereigenossenschaft hat vorgeschlagen, den Nettogewinn dieses Jahres komplett auszuschütten.

Rund 460 Landwirte aus Krefeld und niederrheinischer Region hören schon das Klingeln im Geldbeutel — Voraussetzung, sie betreiben Milchwirtschaft und sind Mitglieder von Europas Molkereigenossenschaft Arla. Der Aufsichtsrat hat vorgeschlagen, den kompletten Nettogewinn dieses Jahres auszuschütten.

Arla ist in Krefeld im Stadtteil Linn präsent, die Deutsche Post DHL Group ist Dienstleister in der Logistik-Branche. In Linn an der Märkischen Straße betreibt DHL ein 22.500 Quadratmeter großes Zentrum mit sieben Hallen und gut 150 Mitarbeitern. Größter Auftraggeber ist seit dem Jahr 2014 Arla Foods. Miteigentümer des Unternehmens sind auch besagte 460 Landwirte vom Niederrhein. Arla versorgt ganz Deutschland mit seinen Waren aus zwei Städten: aus Heidenau bei Hamburg und aus Krefeld. In der Spitze verkehren täglich 120 Lastwagen im Gewerbegebiet. Sie kommen aus der Eifel, den Niederlanden, aus Großbritannien und Dänemark, um insgesamt 400 verschiedene Artikel anzuliefern. Im Monat kommen auf diese Weise rund 20.000 Paletten mit Milch, Joghurt, Sahne, Käse, Butter und anderen Produkten zusammen. Das Warengewicht aus 30 Molkereien summiert sich auf 10.000 Tonnen im Monat und 120.000 Tonnen im Jahr.

Aufgrund der positiven Entwicklung der Bilanz der europäischen Molkereigenossenschaft Arla Foods wurde vom Aufsichtsrat ein Vorschlag zur Ausschüttung des gesamten Nettogewinns 2018 der Arla Gruppe ausgearbeitet. Der Aufsichtsrat sieht zudem, dass viele Arla Landwirte aufgrund der Dürre dieses Sommers in Europa mit einer schwierigen finanziellen Situation konfrontiert sind und dass es im Interesse von Arla liegt, den diesjährigen Nettogewinn an die Landwirte auszuzahlen.

Der Aufsichtsrat von Arla hat einen Vorschlag diskutiert und verabschiedet. Dieser soll der Vertreterversammlung, dem obersten Verwaltungsorgan des Unternehmens, unterbreitet werden und sieht vor, den gesamten Nettogewinn 2018 nach der offiziellen Bestätigung des Jahresergebnisses Anfang nächsten Jahres an die Eigentümer auszuschütten. Damit würde Arla Foods für ein Jahr von der sonst üblichen Gewinnverteilung abweichen.

„Als Molkereigenossenschaft ist uns ein gutes Auskommen für unsere Landwirte sehr wichtig. Wir erkennen, dass die Dürre dieses Sommers in Europa außergewöhnlich war. Daher schlagen wir vor, dass in dieser besonderen Situation besondere Maßnahmen ergriffen werden. Als Aufsichtsrat sind wir mit der positiven Entwicklung unserer Bilanz zufrieden, sodass wir diesen außergewöhnlichen Vorschlag machen können“, sagt Jan Toft Nørgaard, Aufsichtsratsvorsitzender von Arla Foods. Der Vorschlag wird auf der nächsten Vertreterversammlung im Oktober dieses Jahres besprochen.