Krefeld: Zwei Marienschüler fliegen nach Harvard zur Elite-Universität

Eine Woche zur Elite-Universität : Marienschüler gewinnen bei bundesweitem Harvard-Wettbewerb

Anna Vollmer und Matthias Lotze setzten sich im Wettbewerb der Harvard-Alumni Deutschland durch.

(RP) Zwei Schüler des Gymnasiums Marienschule, Anna Vollmer und Matthias Lotze, haben sich im Wettbewerb der Harvard-Alumni in Deutschland durchgesetzt und reisen nun zur der Elite-Universität. Hingewiesen wurden sie auf den Wettbewerb von ihren Englischlehrerinnen Silke Degen und Heike Lunkes. „Für die Vorrunde musste ich ein Essay über ein politisches Thema und ein Motivationsschreiben verfassen. In einem zweiten Durchgang folgten Interviews durch ehemalige Studenten und Dozenten aus Harvard“, erzählt Anna Vollmer. Das Ergebnis: eine einwöchige Einladung nach Harvard im Oktober.

Die Harvard Scholarship Foundation Germany ist eine Initiative der fünf deutschen Harvard Clubs. Der Wettbewerb „Road to Harvard“ wurde zum zweiten Mal ausgeschrieben. Das Projekt startete mit dem Ziel, motivierte und talentierte junge Leute zu inspirieren und ihren Horizont zu erweitern. In diesem Jahr nahmen fast 200 Schüler aus ganz Deutschland teil. 20 davon wurden zum Finale eingeladen, um von ehemaligen Studenten und Dozenten aus Harvard interviewt zu werden. Sie wurden über ihre in der ersten Runde verfassten Essays, politische Themen, sowie ihre persönlichen Wünsche und Ziele befragt. Die Jury wählte schließlich fünf Schülerinnen und Schüler als Sieger aus. Dass zwei darunter aus der Marienschule Krefeld stammen, macht auch ihre Lehrer stolz. Matthias und Anna werden nun im Oktober eine Woche in Harvard verbringen, und dort an Seminaren teilnehmen, Professoren, Studenten und Verantwortliche in den Bewerbungszentren treffen, Fragen stellen, Antworten bekommen, und vor allem eine große Portion Inspiration mitnehmen.

„Angefangen hat mein Interesse für Englisch, weil ich die japanische Popkultur toll fand, und diesen Content konnte ich mir nur über englische Literatur erschließen. Ich habe auch angefangen, Japanisch zu lernen, aber um dort studieren zu können, ist die Sprache zu schwer. Deswegen habe ich es eben über Englisch versucht“, sagt Anna. „Mir ist die große Begeisterung von Anna bereits in der Mittelstufe aufgefallen und habe jetzt das Glück, sie im Leistungskurs zu haben“, sagt Englischlehrerin Silke Degen. „Das war eine wahnsinnige Selektion, die die Schüler durchlaufen haben. Das Tolle ist, dass die Schüler damit in einer so renommierten Universität einen Fuß in der Tür haben“. –  „Das heißt allerdings noch lange nicht, dass man auch ein Stipendium bekommt. Ein Jahr in Harvard kostet knapp 60.000 Dollar“, ergänzt Anna Vollmer – und dass dieses nicht unerschwinglich bleibt und Bildung vom Gehalt der Eltern unabhängiger wird, haben sich die Harvard Alumni Clubs in Deutschland mit diesem Wettbewerb zum Ziel gesetzt.

Auch Matthias Lotze wird an der Reise nach Harvard teilnehmen. Er ist bereits als Fünftklässler von seinem damaligen Klassenlehrer Michael Geihe gefördert worden. Der traf sich über Jahre regelmäßig mit ihm, um Aufgaben zu rechnen. „Ich habe schon viele sehr gute Schüler gehabt“, sagt Michael Geihe, „aber so einen hatte ich noch nicht.“ Matthias ist regelmäßiger Preisträger der Mathematikolympiade und nahm schon dreimal im Team NRWs an der Bundesrunde teil. Besonders wichtig aber sind nach Michael Geihes Einschätzung nicht die Preise allein, sondern die Möglichkeit, Gleichgesinnte kennenzulernen, die das Interesse an der Mathematik teilen. Beim Förderprogramm „Jugend trainiert Mathematik“, welches Schüler von Klasse 7 bis 11 auf Mathematikwettbewerbe vorbereitet, sei er in guten Händen. Dieses Jahr holte Matthias im deutschen Team sogar die Bronzemedaille bei der mitteleuropäischen Matheolympiade in Tschechien.

Mehr von RP ONLINE