Krefeld: Zwei Horkesgath-Gymnasiasten bei der MINT 400 in Berlin

Gymnasium Horkesgath : Zwei Krefelder gehören zu den MINT-Spitzentalenten

Schüler des Gymnasiums Horkesgath waren bei der größten MINT-Netzwerkveranstaltung.

Zwei Tage Berlin mit lauter Mint-begeisterten Schülern aus ganz Deutschland, diese Chance wollten sich Henri Höchter und Anil Ölmez vom Gymnasium Horkesgath nicht entgehen lassen. Sie sicherten sich zwei der begehrten Plätze für die MINT 400 — die größte Netzwerkveranstaltung für MINT-Spitzentalente des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC. Dazu gehört seit Juli 2018 auch das Gymnasium Horkesgath.

In Berlin hatten Henri und Anil jetzt die Möglichkeit, nicht nur zu forschen und zu experimentieren, sondern auch die vielfältigen Möglichkeiten von MINT-Studiengängen und -Berufen zu erkunden und wertvolle Kontakte zu knüpfen. An der Universität der Künste trafen sich rund 400 Schüler und 100 Fachlehrkräfte der deutschlandweit 316 MINT-EC-Schulen und informierten sich rund um die Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die mit MINT abgekürzt werden. Neben Infos zum Bildungsmarkt, gab es ganztägige Forschungsworkshops, Fachvorträge und Wettbewerbe.

„Bei der ‚Go Digital Night‘ von SAP habe ich ein Reaktionsspiel mit dem Minicomputer Arduino programmiert“, berichtet Henri Höchter. Beim Forschungsworkshop am nächsten Tag konnte der 17-Jährige die neu erworbenen Kenntnisse bei der Programmierung eines Modellautos weiter ausbauen. Anil Ölmez, ebenfalls 17 Jahre alt, ging währenddessen beim Experimentieren im „PhysLab“ an der Freien Universität Berlin verschiedenen Phänomenen aus der Welt der Physik auf den Grund. „Wir durften zum Beispiel den berühmten Franck-Hertz-Versuch selber durchführen“, erzählt Anil. „Die Ergebnisse dieses Experiments dienten Anfang des 20. Jahrhunderts zur Bestätigung der Quantentheorie.“ Die beiden Schüler sind sich einig: Die Fahrt nach Berlin zu so einer interessanten Veranstaltung hat sich gelohnt.

Mitgebracht haben die beiden Jugendlichen neben einer Menge Informationsmaterial viele gute Anregungen für den MINT-Unterricht, aber auch ganz konkrete Wünsche in Sachen Digitalisierung: „Es wäre toll, wenn wir die HPI Schul-Cloud im Unterricht nutzen könnten“, finden Henri und Anil. Dabei handelt es sich um eine digitale Lehr- und Lernplattform, die vom Hasso-Plattner-Institut gemeinsam mit MINT-EC entwickelt wird. „Wir brauchen eine schnelle und stabile Internetanbindung und Internetzugang per WLAN, um am Pilotprojekt teilnehmen zu dürfen“, erklärt MINT-Koordinatorin Karin Loppe. „Wir hoffen, dass die Stadt Krefeld zügig mit dem Ausbau der technischen Infrastruktur an unserer Schule vorankommt, damit wir die technischen Mindestanforderungen erfüllen und mit der HPI Schul-Cloud den digitalen Wandel in den Schulen mitgestalten können.“

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