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Krefeld/Willich: So kommt die Rheinische Post in den Briefkasten derLeser

Zusteller in Willich und Krefeld : So kommt die Rheinische Post morgens in den Briefkasten

Für die Leser der Rheinischen Post macht Heinz Albrecht die Nacht zum Tag. Seit mehr als drei Jahren stellt der 57-Jährige die Zeitung zu - und das noch genauso gerne wie am ersten Tag.

„Mein Job macht mir wirklich riesig Spaß“, sagt Heinz Albrecht. Nachts, wenn die meisten Menschen tief und fest schlafen, ist er bereits unterwegs. Erst einmal wird getankt, denn der Zusteller aus Willich stellt fast jede Nacht rund 300 Zeitungen in vier Bezirken zu. „Manchmal übernehme ich auch für Kollegen, die krank geworden sind. Dann bin ich auch an Orten unterwegs, wo ich mich nicht so gut auskenne.“ Doch das sieht der 57-Jährige gelassen. „Ich habe ja mein Navi, und so lerne ich meine Umgebung kennen“, sagt er gut gelaunt.

Los geht es für Albrecht bereits um 1.45 Uhr. Dann fährt er zu den Ablageorten und sammelt die Zeitungsballen für seine Bezirke ein. „Das Schöne an dem Job ist wirklich die Ruhe. Ich begegne selten jemandem - außer vielleicht anderen Zustellern, die auch unterwegs sind.“ Generell sei das Arbeitsklima sehr gut. „Die Firma ist toll und man pflegt ein gutes Verhältnis zu den anderen Zustellern“, sagt Albrecht. Seine Tour dauert fast fünf Stunden. „Heute war ich um 6.35 Uhr fertig.“ Schnelligkeit sei wichtig, damit die Leser ihre Zeitung rechtzeitig im Briefkasten haben. Doch gerade im Winter müsse man auch vorsichtig sein. „Wenn es glatt wird, muss man natürlich langsam fahren. Das ist schon eine besondere Zeit.“ Unterwegs ist Albrecht immer mit dem Auto. Das sei anders gar nicht möglich, da er in Willich über Feldwege und Landstraßen fährt - mit dem Fahrrad einfach nicht machbar.

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Feierabend hat der Willicher um 6.35 Uhr aber noch nicht. „Die Firma ruft mich vormittags an, wenn es Nachlieferungen gibt. Sollte eine Zeitung mal nicht angekommen sein, dann bringe ich sie noch nachträglich zu den Leuten.“ Für Albrecht ist das gar kein Problem, denn die Nachtarbeit und das Ausliefern in den frühen Morgenstunden machen ihm Spaß. „Tatsächlich habe ich in drei Jahren nur ein einziges Mal verschlafen - eine halbe Stunde“, erklärt er und lacht.

Bevor er Zusteller wurde, war Heinz Albrecht als Ausfuhrer auf dem Bau tätig. „Ich war drei Monate arbeitslos. Die Stellenanzeige als Zusteller habe ich in der Zeitung gesehen und mich direkt beworben. Das hat auch sofort geklappt“, erinnert er sich. Am 1. November hat der 57-Jährige sein dreijähriges Jubiläum gefeiert. Und wenn es nach ihm geht, werden noch viele weitere folgen.