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Krefeld will Lifeline-Flüchtlinge aufnehmen - OB Frank Meyer schreibt an Merkel

Brief an Kanzlerin : Krefeld will Lifeline-Flüchtlinge aufnehmen

Der Integrationsrat ergreift die Initiative: Krefeld ist bereit, ebenso wie andere Städte in NRW, Flüchtlinge aufzunehmen. Darüber informierte der OB die Kanzlerin.

Auf Initiative des Integrationsrates erklärt sich die Stadt Krefeldwie auch die Städte Bonn, Düsseldorf und Köln – bereit, einige der mit dem Rettungsschiff „Lifeline“ Geflüchteten hier aufzunehmen. Wie das Presseamt der Verwaltung mitteilte, hat Oberbürgermeister Frank Meyer die Bereitschaft in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel signalisiert. Der Verwaltungschef hat die Kanzlerin darin gebeten, sich für eine Verteilung der Flüchtlinge aus humanitären Gründen auch nach Deutschland einzusetzen.

„Wir wollen einen Beitrag zur Lösung der Verteilproblematik leisten, bis eine neue europäische Lösung für die Aufnahme, die Asylverfahren sowie die Integration oder die Rückführung von Geflüchteten mit allen Beteiligten vereinbart ist“, schreibt Meyer. Zuvor bekräftigte er, dass in Krefeld die Unterbringung, Versorgung und Integration von Geflüchteten Dank des herausragenden Engagements von professionellen wie ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern außerordentlich gut gelinge.

Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer Foto: Joachim Niessen

Der Oberbürgermeister gab in seinem Schreiben auch den Anstoß zu einer entsprechenden Initiative des Deutschen Städtetags sowie des Europäischen Ausschusses der Regionen. „Denn je mehr Städte deutschland- und im Idealfall auch europaweit diesen Akt der Humanität im Sinne des Grundrechts auf Asyl vollziehen, desto eher kann die humanitäre Katastrophe am Mittelmeer abgewendet werden“ heißt es in dem Schreiben an die Bundeskanzlerin. Den Deutschen Städtetag hat Frank Meyer ebenfalls über die gegenüber der Bundeskanzlerin erklärte Aufnahmebereitschaft der Stadt Krefeld informiert mit der Bitte, einen entsprechenden Beitrag zu leisten.