Krefeld: Wechselt Linne als Dezernent nach Duisburg?

Stadtverwaltung : Wechselt Linne als Dezernent nach Duisburg?

(mm/vo) Die Stadt Duisburg ist auf der Suche nach einem neuen Stadtentwicklungsdezernenten. Dabei ist nach Informationen unserer Redaktion der Name Martin Linne ins Gespräch gekommen. Der in Duisburg wohnende Linne war im Juli 2011 zum Beigeordneten der Stadt Krefeld gewählt worden.

Ganz unglücklich über die Perspektive eines Wechsels nach Duisburg dürfte Linne nicht sein.

In Duisburg war er lange Zeit in seiner Funktion als Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Projektentwicklung die rechte Hand des früheren Planungsdezernenten Jürgen Dressler. Linne war auch federführend an dem Projekt „Duisburg 2027“ beteiligt. Dabei waren in verschiedenen Bürgerforen Vorschläge zur künftigen Ausrichtung der Stadt diskutiert worden. Aufgrund seiner Fachkompetenz und der intimen Kenntnis der Stadt Duisburg und ihrer Bauverwaltung gilt Linne als favorisiert. Die Zeit drängt: Der Duisburger Rat tagt am Montag, 26. November; die Dezernentenstelle ist womöglich schon zum Jahreswechsel frei.

Was Linne den Abschied aus Krefeld leicht machen könnte: Großartig gestalten konnte er in Krefeld bislang nicht. Er hat mit der Haltestelle Ostwall/ Rheinstraße und dem Kaiser-Wilhelm-Museum Baustellen geerbt, die der Stadt als Bauherrn viel Ärger im Detail eingebracht haben. Das Großprojekt Stadthaus-Sanierung ist an zähen Denkmalansprüchen gescheitert, wobei Linne vorgeworfen wird, sich in der Kommunikation mit den Denkmalschützern des Landschaftsverbandes verheddert zu haben. Dennoch wird Linnes fachliche Kompetenz in der Krefelder Politik geschätzt. Zurzeit ist aber in Krefeld kein Projekt in Sicht, mit dem er als Gestalter glänzen könnte. Das könnte seiner  Lust auf Duisburg förderlich sein.