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Krefeld: Vierter Hollandmarkt in Uerdingen

Verkaufsoffener Sonntag in der Rheinstadt : 4. Hollandmarkt lädt nach Uerdingen ein

Am Sonntag öffnen in der Rheinstadt nicht nur die Geschäfte, sondern es gibt auch die vierte Auflage des Hollandmarktes, der mit niederländischen Spezialitäten und Angeboten lockt.

Für viele Menschen am Niederrhein gehört der Ausflug zum Einkaufsbummel in die Niederlande an den Wochenenden zu den beliebtesten Tagesausflügen überhaupt. Die dortigen Innenstädte ziehen dabei ebenso die Besucher an wie Spezialitäten von Frikandeln und Poffertjes über Käse bis hin zu Blumen. „Diesen Ausflug können sich die Menschen rund um Krefeld am kommenden Wochenende sparen und dafür nach Uerdingen kommen“, sagt der Vorsitzende des Kaufmannsbundes Uerdingen, Uwe Rutkowski, selbstbewusst, aber durchaus berechtigt. Immerhin holten er und seine Mitstreiter ein Stück Niederlande in den Krefelder Stadtteil.

Bereits zum vierten Mal findet am Sonntag der Hollandmarkt auf dem Marktplatz und der Oberstraße statt. 40 Aussteller aus den Niederlanden bieten die typischen Waren ihrer Heimat an. „Es gibt natürlich die beliebten klassischen Dinge wie Backfisch, Frikandel Special, Blumen und Gartenpflanzen, Käse, Kibbeling oder das klassische niederländische Brot“, sagt Henk Ter Hennepe. Er ist der Organisator des Marktes auf niederländischer Seite und natürlich selbst wie üblich mit seinem Süßwarenstand vertreten. „Wir haben 150 Sorten Lakritz, vor allem das klassisch niederländische Lakritz mit Salz, verschiedene Weingummis, Schokolade und so weiter im Angebot“, erzählt er.

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Es gibt aber durchaus auch neue Anbieter, die erstmals dabei sind. „So haben wir beispielsweise ein Unternehmen, das neben Gemüse auch verschiedene Gemüseschneider anbietet. Die funktionieren alle ohne Elektrizität, können aber die unterschiedlichsten Schnitte erzeugen. Weil die Inhaber nicht so gut Deutsch sprechen, haben sie eigens Deutsche als Verkäufer engagiert, um die Produkte besser erläutern zu können. Ein anderes Unternehmen, das Poffertjes anbietet, ist überhaupt ganz neu. Es wurde erst vor zwei Wochen gegründet, und die Inhaber sind bereits total aufgeregt, wie sie mir erzählt haben“, sagt Ter Hennepe, selbst ein alter Hase im Geschäft, grinsend.

Neben den niederländischen Anbietern sind wie gehabt auch zwei Deutsche „Exoten“ mit von der Partie: „Wir haben wie üblich einen Bierpilz, der natürlich nicht extra aus den Niederlanden kommt, sondern aus der Gegend ist, und einen Weinstand von de Cassan. Sie gehören ja praktisch zum Inventar jeder Veranstaltung in Uerdingen“, sagt Rutkowski über seinen Mitstreiter im Kaufmannsbund, Fabian de Cassan, und sein Unternehmen.

Für die Organisatoren sei es in diesem Jahr leichter gewesen, das Event zu organisieren, als im Vorjahr. „Damals war natürlich alles mit einer großen Unsicherheit belegt. Es gab Auflagen zum Infektionsschutz und so weiter. In diesem Jahr konnten wir eigentlich frei von allen Auflagen planen. Das war natürlich wieder deutlich leichter“, sagt Rutkowski. So gebe es keine Zugangskontrollen oder Einbahnstraßenregelungen. Einziges kleines Problem sei die Stromversorgung für den Brot-Stand gewesen. „Dort wird das Brot frisch und vor Ort gebacken. Für die drei Öfen wurde ein entsprechender Stromanschluss benötigt. Der hat meinen Elektriker schon ziemlich ins Schwitzen gebracht. Wenn der Ofen angeworfen wird, dann wird auch ihm gleich mit heiß“, erzählt Rutkowski grinsend.

Gut 40 Ampère Leistung würden insgesamt allein für diesen Stand benötigt, erzählt der Organisationsleiter des Marktes, André Scherer. „Das ist bei der insgesamt eher mäßigen Infrastruktur hier vor Ort schon eine Last an der Belastungsgrenze“, sagt Rutkowski. Am Ende sei aber doch alles gut gegangen und die Vorbereitungen seien getroffen.

Die Organisatoren bitten darum wie speziell beim Hollandmarkt üblich mit Rad, ÖPNV oder zu Fuß anzureisen. „Um das richtige Hollandgefühl zu erzeugen, empfiehlt sich die Anreise per Rad. Ab der Unteren Mühlengasse ist alles ohnehin für den Autoverkehr gesperrt“, sagt Rutkwoski. Der hofft vor allem auf besseres Wetter als im Vorjahr. Damals hatten starke Regenfälle nach gutem Beginn für eher schwache Geschäfte gesorgt. Die ersten Aussichten für den Sonntag sind in diesem Jahr durchaus ermutigend.