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Krefeld: vier Corona-Tote, Inzidenzwert liegt bei 166

Impfzentrum Krefeld ist einsatzbereit : Corona: vier Tote, Inzidenzwert liegt bei 166

Nach zwölf positiven Tests am Vortag meldet das Gesundheitsamt für Mittwoch, 13. Januar, 38 weitere Ansteckungen mit dem Virus. 13 Krefelder Kita-Kinder und sechs Mitarbeiter müssen in Quarantäne.

Der zuletzt starke Anstieg der Neuinfektionen in Krefeld scheint sich aktuell etwas zu verlangsamen. Nach zwölf positiven Tests am Vortag meldet das Gesundheitsamt bis Mittwoch, 13. Januar, (Stand: 0 Uhr) nun 38 weitere Ansteckungen. Für den Wert der 7-Tages-Inzidenz bedeutet dies: Das Robert-Koch-Institut errechnet 166 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Dienstag: 174). 814 Krefelder sind mit dem Virus infiziert (Dienstag: 877), 5.072 gelten als genesen. Die Gesamtzahl positiver Tests steigt auf nunmehr 5.967 an.

Doch die deutlichen Zuwächse der vergangenen Wochen fordern ihren Tribut. Nach sieben Todesfällen am Vortag werden auch für Mittwoch wieder vier Verstorbene gemeldet. Es handelt sich um Personen im hohen Alter. Ein Mensch von 90 Jahren ist im Krankenhaus gestorben, drei weitere Personen im Alter von Mitte 80 bis Mitte 90 in drei verschiedenen Seniorenheimen. Damit sind in Krefeld bisher 81 Menschen an oder mit Corona gestorben.

Die Krankenhäuser behandeln aktuell etwas weniger Corona-Patienten: 65 Krefelder liegen mit Symptomen in den Kliniken, neun auf der Intensivstation, zwei werden beatmet. Bis dato wurden 40.259 Erstabstriche im Diagnosezentrum gezählt, 652 Proben sind noch offen. 17.921 Mal war eine Quarantäne für Erkrankte und Kontaktpersonen fällig. An der Kita Westwall ist ein Mitglied des Erzieherteams positiv auf Corona getestet worden. 13 Kinder und sechs Mitarbeiter, die als Kontaktpersonen der Kategorie I gelten, müssen für zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) war auch am Dienstag in der Seidenstadt unterwegs, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu überwachen. Vier Personen hielten sich an den Haltestellen Rheinstraße und Hansa-Zentrum auf, ohne eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Sie müssen nun 150 Euro Bußgeld zahlen.

Ab dem 1. Februar 2021 soll das Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz in den regulären Betrieb gehen. Zunächst sind dann die älteren Risikogruppen an der Reihe, die über 80 Jahre alt und selbst noch mobil sind, nicht in einem Pflegeheim leben. Das Impfzentrum ist dazu generell startbereit. Sogenannte Impfstraßen sind eingerichtet, bis zu 800 Impfungen täglich können hier bei Volllast-Betrieb vorgenommen werden. Die Zwischenzeit bis zum endgültigen Start im Realbetrieb nutzen die Stadtverwaltung und der Betreiber Deutsches Rotes Kreuz sowie die Kassenärztliche Vereinigung und die Apotheken unter anderem, um im Impfzentrum die Einsatzteams zu schulen, um schnell in einen Routinebetrieb übergehen zu können.

Das Gesundheitsamt plant, dass die Impfstellen im Vollbetrieb an sieben Tagen in der Woche von 8 bis 20 Uhr geöffnet sind. Die Impfwilligen müssen sich vorher für einen Termin anmelden, bekommen dann zwei Termine für die im Abstand von drei Wochen nötigen Impfungen zugeteilt. Zum Start wird die Einrichtung womöglich je nach zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen abweichende Öffnungszeiten haben. Die Stadt wird hier Personal und Öffnungszeiten flexibel anpassen, stets aber so, dass möglichst viele Menschen schnell geimpft werden können. Die Impfung selbst verläuft vom Prozedere her ähnlich wie eine Grippeschutzimpfung, intramuskulär in den Oberarm. Zum Impfzentrum muss man lediglich einen Ausweis mit Geburtsdatum und, wenn möglich, den Impfpass mitbringen. Um alles Weitere kümmern sich die Ärztinnen und Ärzte im Impfzentrum.