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Krefeld verlangt hohe Realsteuern und rangiert auf Platz 70 der teuersten Kommunen in NRW

Gewerbe- und Grundsteuern : Krefeld verlangt hohe Realsteuern

Mit dem Hebesatz für Gewerbesteuer rangiert Krefeld auf Platz 70 unter den 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Oberhausen ist die teuerste Kommune.

Oberhausener Verhältnisse gibt’s für gewerblich Tätige in Krefeld noch nicht. Die Ruhrgebietsstadt erhebt den höchsten Gewerbesteuerhebesatz in Nordrhein-Westfalen. Auch Duisburg und Mülheim gehören zu den TopTen der kräftig zulangenden Kommunen unter den knapp 400 Städten und Gemeinden im Land. Die Stadt Krefeld belegt Rang 70, was die Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes anbetrifft. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) in seiner aktuellen Auswertung mit. Der Stadtrat legte in der Finanzkrise der Stadt Krefeld den neuen Hebesatz für die Gewerbesteuer auf 480 Prozentpunkte fest. Oberhausen verlangt 550.

Bei der Grundsteuer B, die jeder private Grundstückeigentümer in der Seidenstadt zahlen muss liegt der Satz bei 533 Prozentpunkten. Damit steht Krefeld auf Platz 155 und gehört zu der teuren Hälfte der Kommunen im Land. Die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Flächen) berechnet Krefeld mit einem Hebesatz von 265 Prozentpunkten. Mit Rang 207 landet die Kommune im Ranking knapp in der Hälfte der Gebietskörperschaften, die ihren Bürgern weniger tief in die Tasche greifen.

Welche Kommune in Deutschland bietet Unternehmen den günstigsten Gewerbesteuerhebesatz? Wo sind für Landwirte und wo für Hauseigentümer die Grundsteuerhebesätze am höchsten? Wie die amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, stehen diese Informationen ab sofort für das Jahr 2017 kostenlos im Internet zur Verfügung. Eine Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder beinhaltet für alle 11.055 deutschen Kommunen Angaben zu den Hebesätzen der Grundsteuer A (für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen), der Grundsteuer B (für sonstige Grundstücke) und der Gewerbesteuer im Jahr 2017.

Bei den 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen reichte die Spanne bei der Grundsteuer A von 150 Prozent (Verl im Kreis Gütersloh) bis 780 Prozent (Hürtgenwald im Kreis Düren). Den geringsten Hebesatz bei der Grundsteuer B meldete mit 260 Prozent Harsewinkel (Kreis Gütersloh), den höchsten mit 959 Prozent Bergneustadt (Oberbergischer Kreis). Der Gewerbesteuerhebesatz war in Monheim am Rhein (Kreis Mettmann) mit 260 Prozent am niedrigsten.

Bundesweit bildet die Spanne zwischen 300 und 399 Prozent den Schwerpunkt bei allen drei Realsteuerarten. In NRW liegt er hingegen bei der Grundsteuer A zwischen 200 und 299 Prozent, bei der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer bei 400 bis 499 Prozent. 40 der 58 Gemeinden mit einem Hebesatz von 700 Prozent und mehr bei der Grundsteuer B liegen in NRW. Unter https://webshop.it.nrw.de stehen die Hebesätze der Realsteuern zum Download bereit.