Der Arbeitsmarkt Krefeld im Rückblick Unternehmen halten auch in der Krise am Personal fest

Krefeld · Die Agentur für Arbeit in Krefeld blickt auf das Jahr 2022 und bezeichnet den Arbeitsmarkt in der Stadt Krefeld und dem Kreis Viersen als robust.

Sonja Borgloh (mitte), Kirsten Wittke-Lemm und Klaus Churt stellten die aktuellen Arbeitslosenzahlen vor und blickten auf den Arbeitsmarkt 2022 Krefeld und Kreis Viersen

Sonja Borgloh (mitte), Kirsten Wittke-Lemm und Klaus Churt stellten die aktuellen Arbeitslosenzahlen vor und blickten auf den Arbeitsmarkt 2022 Krefeld und Kreis Viersen

Foto: Agentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigte sich im vergangenen Jahr in der Stadt Krefeld und im Kreis Viersen trotz aller Krisen robust. Zu dieser Einschätzung gelangten Sarah Borgloh, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld, Klaus Churt (Deutscher Gewerkschaftsbund und Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit Krefeld) sowie Kirsten Wittke-Lemm (Unternehmerschaft Niederrhein und stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsausschusses) am Donnerstag in Krefeld.

„Herausforderungen wie der Ukraine-Krieg, stark steigende Energie- und Rohstoffpreise, Inflation, Materialengpässe und Nachwirkungen der Corona-Pandemie bestimmten auch den hiesigen Arbeitsmarkt im Jahr 2022. Der zunehmende Fachkräftebedarf führt aber dazu, dass die Unternehmen in Aus- und Weiterbildung investieren und auch in Krisen so lange wie möglich an ihren Arbeitskräften festhalten. Die erhöhten Zahlen in der Grundsicherung sind durch die Registrierung der ukrainischen Kriegsgeflüchteten zu erklären“, erläuterte Sarah Borgloh das Jahr 2022 auf dem Arbeitsmarkt.

Er war von einer hohen Dynamik geprägt. So mussten sich von Januar bis Dezember 41.410 Männer und Frauen arbeitslos melden. Demgegenüber konnten 40.234 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. „Aufgrund der vielen Unwägbarkeiten ist eine sichere Prognose für 2023 nur schwer möglich. Doch die Robustheit des Arbeitsmarkts und seine in Teilen von der konjunkturellen Lage entkoppelte Entwicklung lassen mich zuversichtlich in das nun startenden Jahr blicken“, so Borgloh. „Für die nächsten zwei Monate rechnen wir allein saisonbedingt jedoch mit höheren Werten bei der Arbeitslosigkeit.“

In der Stadt Krefeld lag die Arbeitslosenquote im Dezember bei 10,2 Prozent (November: 10,1 Prozent, Vorjahresmonat: 9,6 Prozent). „Im Dezember ist die Arbeitslosigkeit im gesamten Agenturbezirk – Stadt Krefeld und Kreis Viersen – gegenüber November leicht gestiegen und weist nun insgesamt 21.510 Personen aus. Dies sind 1176 Personen mehr als im Dezember 2021. Im Jahresdurchschnitt lag die Zahl der Arbeitslosen mit 21.003 deutlich unter dem Vorjahr mit 22.657. Die Beschäftigung im Agenturbezirk steige erfreulicherweise weiter. Dort seien 192.612 Menschen in Arbeit, ein Plus von 2246 Personen gegenüber dem Vorjahr, informierte Borgloh. Aktuell werden 5913 Menschen von der Arbeitsagentur betreut, 15.597 Arbeitslose von den Jobcentern Krefeld und Kreis Viersen.

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