„Krefeld unteilbar“: Demonstration gegen Rassismus

Krefeld: „Krefeld unteilbar“: Demonstration gegen Rassismus

Das Krefelder Bündnis für Toleranz lädt zu einer Demonstration gegen Rassismus und für Offenheit gegenüber Flüchtlingen und für soziale Gerechtigkeit in Europa ein.

(vo) Das Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie e.V. ruft für Samstag, 13. Oktober, 12 bis 14 Uhr, zu einer Demonstration gegen Rassismus, für Offenheit gegenüber Flüchtlingen und soziale Gerechtigkeit in Europa auf. Motto: „Krefeld unteilbar – grenzenlos solidarisch“. Die Demonstration soll auf dem Lutherplatz beginnen; die Demonstrierenden werden dann zum Platz an der Corneliusstraße gehen. Der Südbezirk ist von den Veranstaltern ausgewählt worden, weil dort wiederholt Nazi-Symbole gesprüht wurden. Die Veranstalter hoffen, mit der Kundgebung „ein machtvolles Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung und für eine offene und freie Gesellschaft“ setzen zu können. Sie beklagen politische und soziale Verwerfungen in der Gesellschaft. „Rassismus und Menschenverachtung werden wieder gesellschaftsfähig“, heißt es. Beklagt werden auch soziale Härten: Während der Staat bei der Grenzüberwachung Stärke zeige, sei das Sozialsystem von „Schwäche“ gekennzeichnet; es werde zu wenig in Pflege, Gesundheit, Kinderbetreuung und Bildung investiert, behaupten die Veranstalter; „Millionen“, so heißt es, würden jährlich aus ihren Wohnungen vertrieben, die Umverteilung von unten nach oben werde vorangetrieben. „Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden“, erklärt das Bündnis. Es will sich mit der Demonstration für ein Europa der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit, für ein Recht auf Asyl und gegen die Abschottung Europas einsetzen.

(vo)