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Krefeld und Venlo übernehmen den Roze Zaterdag

Krefeld : „Roze zaterdag“: Krefeld und Venlo übernehmen

Krefeld und Venlo werden als „Roze zaterdag“-Städte ein Jahr lang ein Programm für Toleranz gegenüber Homosexuellen ausrichten.

(vo) Am Samstag werden die Partnerstädte Krefeld und Venlo in der niederländischen Stadt Gouda offiziell das Heft für das neue „Roze Zaterdag“-Jahr übernehmen. Der Roze Zaterdag ist in den Niederlanden ein Aktionsjahr, in dem für Toleranz gegenüber Homosexuellen geworben wird. Das Jahr wird bei unseren Nachbarn seit 1977 begangen. Federführend ist jeweils eine Stadt, die übers Jahr zahlreiche Veranstaltungen, gipfelnd in einem großen Umzug, ausrichtet. Erstmals werden diesmal mit Krefeld und Venlo zwei Städte grenzüberschreitend den Roze Zaterdag übernehmen.

Gouda hat das zurückliegende Roze-Zaterdag-Jahr verantwortet. Am Samstag wird die Staffelübergabe an Krefed und Venlo begangen. Der Tag wird mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet; es folgen eine Reihe von Veranstaltungen. Für Krefeld wird eine Delegation unter Leitung von Baudezernent Thomas Visser teilnehmen. An dem „Roze-Zater-dag“-Programm, das bis Juni 2019 stattfinden wird, wird gearbeitet. „Es sind Veranstaltungen im Schul- und Sportbereich, in der Kultur und im Musikbereich geplant“, erklärte Visser gestern auf Anfrage. Organisation und Ausrichtung liegt meist in der Hand von Vereinen und Verbänden sowie von engagierten Einzelpersonen.

„Der Roze Zaterdag ist ein jährliches, öffentliches und landesweites Treffen von Schwulen, Lesben, Transgenders und anderen sexuellen Minderheiten in den Niederlanden“, erläutert Gunda Ostermann vom Organisationsteam in Venlo. Für die Städte in den Niederlanden ist es eine Ehre, sich „rosa Stadt“ nennen zu dürfen und als tolerantes Gemeinwesen zu präsentieren.

So nannte der Bürgermeister von Gouda, das 2017/ 2018 rosa Stadt der Niederlande ist, die Nachricht, dass seine Stadt die Staffel übernehmen darf, „fantastisch“, dies unterstreiche den Ruf Goudas als tolerante Stadt.

(vo)