Helfen in Uerdingen Uerdinger Leuchtturm der Solidarität

Krefeld · Der Uerdinger Kümmererkreis lädt zu einer ungewöhnlichen Aktion ein. Mit einem Euro kann sich jeder Bürger einbringen und so zur Gesamtsumme von 18.000 Euro beitragen. Gesammelt wird bis zum 31. Dezember.

 Der Einsatz bleibt in Uerdingen: Mit dem gespendeten Geld soll das Engagement in Uerdingen unterstützt werden. Die Projekte stehen derzeit noch nicht fest.

Der Einsatz bleibt in Uerdingen: Mit dem gespendeten Geld soll das Engagement in Uerdingen unterstützt werden. Die Projekte stehen derzeit noch nicht fest.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Das Sparschwein steht parat und die ersten Ein-Eurostücke haben schon den Weg hinein gefunden. Seit dem 1. Oktober steht in der Uerdinger Sparkassenfiliale ein ganz besonderer Spartopf, in den ganz viele Ein-Eurostücke, aber „gerne auch mehr“, wie Linus Weber vom Uerdinger Kümmererkreis lächelnd bemerkt, eingeworfen werden sollen. Der Kümmererkreis hat eine ganz besondere Aktion gestartet. Unter dem Titel „Einer … 1 Euro für alle! Alle für Uerdingen“ sind alle Uerdingen aufgerufen, einen Euro zu spenden, um damit einen Spendentopf zu füllen, mit dem dann wiederum verschiedene Projektideen aus der Bürgerschaft realisiert werden sollen.

„Die Idee ist, dass sich alle Uerdinger Bürgerinnen und Bürger mit einem Euro an der Aktion beteiligen. Wir sind circa 18.000 Einwohner, das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass wir eine Summe von 18.000 Euro erzielen würden“, sagt Uwe Rutkowski, der wie Weber zum insgesamt siebenköpfigen Projektteam der Aktion vom Uerdinger Kümmererkreis gehört. Den Kümmererkreis selber, der aus aktiven Bürgern, Vereinen und Organisationen besteht, gibt es seit sechs Jahren. Er wurde seinerzeit von Mario Bernards, dem Leiter des Nachbarschaftsbüros in Uerdingen, ins Leben gerufen.

Aus diesem Kreis heraus gründete sich bereits Anfang 2020 ein Organisationsteam, das die Idee zu dem gerade frisch gestarteten Projekt hatte. Die Initiatoren wollen gerade in diesen schweren Zeiten, die unter anderem mit gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen einhergehen, an die Solidarität zwischen den Menschen appellieren. „Wenn jeder ein klein wenig gibt, erreicht man trotzdem ein großes Ganzes. Wir wollen in den düsteren Zeiten eine Leuchtturmfunktion einnehmen“, sagt Weber.

Mit dem gespendeten Geld soll das Engagement in Uerdingen unterstützt werden. Projekte stehen derzeit noch nicht fest. Das ist nämlich der zweite Part der Aktion. Ein jeder Uerdinger Bürger kann sich mit seinen Ideen und Vorschlägen, was Uerdingen und den dort lebenden Menschen guttun würde, bewerben. „Niemand muss dafür einem Verein oder einer anderen Institution angehören. Einzelpersonen können genauso ihr Wunschprojekt einreichen wie ein Verein“, sagt Rutkowski.

Alle Vorschläge werden gesammelt und gehen durch eine Jury, die sich aus den Mitgliedern des Projektteams zusammensetzt. Gemeinsam wird geschaut, was realisierbar ist. Es können genauso Projekte zur Förderung von Kindern und Jugendlichen in Sport und Kultur sein wie die Unterstützung von Maßnahmen zur Verschönerung des Stadtbildes. Pfiffige Einzelprojekte von Uerdinger Bürgerinnen und Bürgern sind genauso gefragt wie Projekte von Vereinen. Jeder, der sich angesprochen fühlt, kann sich beim Kümmererkreis mit einem Vorschlag um die eingenommenen Mittel bewerben. Wichtig ist nur, dass es Uerdingen betrifft. Was über die Grenzen hinausgeht, kann nicht berücksichtigt werden. „Dementsprechend wie viel Geld wir zusammenbekommen und welche Ideen uns erreichen, können vielleicht auch gleich mehrere Projekte umgesetzt werden“, erklärt Weber.

Natürlich kann auch jeder Nicht-Uerdinger spenden, der die Aktion für den Krefelder Stadtteil gut findet. Jeder Euro kommt dabei eins zu eins an. Es entstehen keine Kosten, die mit dem Spendengeld gedeckt werden müssten. Beim Kümmererkreis ist man nun gespannt, wie die Aktion angenommen wird und was zusammenkommt. Noch bis zum 31. Dezember kann gespendet werden. Dieser Zeitrahmen gilt auch für das Einreichen von Projekten. Danach folgen der Kassensturz und das Auswerten der eingereichten Vorschläge.

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