NRW-Zahlen steigen, in Krefeld sinken sie Trotz Corona weniger Gewalt gegen Kinder

Krefeld · Die Gewalt in den Familien hat in Zeiten der Corona-Krise stark zugenommen. Das ist belegt. Überraschend ist deshalb der deutliche Rückgang im vergangenen Jahr bei der so genannten Kindswohlgefährdung in Krefeld, die ein Einschreiten erfordert hat.

 Ein junges Mädchen hält sich die Hände vor ihr Gesicht. Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hat unter dem Einfluss von Corona zugenommen.

Ein junges Mädchen hält sich die Hände vor ihr Gesicht. Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hat unter dem Einfluss von Corona zugenommen.

Foto: dpa/Nicolas Armer

Die Zeit während der Corona-Pandemie hat über die gesundheitlichen Problematiken hinaus zu vielen unliebsamen Auswüchsen im Alltag geführt: Eine besonders extreme Konsequenz war die Gewalt innerhalb der Familie, die durch Isolation und Lockdowns, Homeschooling und Homeoffice zusätzlich befördert wurde. „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, etwa strenge Kontaktbeschränkungen oder Quarantänezeiten, haben die Vorfälle von häuslicher Gewalt noch verstärkt“, sagte Joachim Stamp noch zu Zeiten als Landesgesundheitsminister. Nordrhein-Westfalen gehöre mit einem Anstieg von 4,7 Prozent und insgesamt 34.235 registrierten Opfern zu den acht Bundesländern, in denen die Zahlen zunahmen, berichtete er.