Krefeld: SWK überweisen 22,7 Mio. Euro an die Stadtkasse

Geschäftsjahr 2018 : SWK überweisen 22,7 Millionen Euro an die Stadt Krefeld

Die Konzernumsatzerlöse stiegen im vergangenen Jahr um mehr als sieben Prozent auf rund 1,13 Milliarden Euro. Die SWK liegen in der Kundenbeliebtheit bundesweit auf dem ersten Platz in der Rubrik „Versorger und Stadtwerke“.

Zufriedene Gesichter gab’s bei der Konzernspitze beim Blick in die Bücher des Geschäftsjahres 2018 der Stadtwerke Krefeld (SWK): „Wir haben uns in einem Umfeld, das für Versorgungs-, Entsorgungs- und Verkehrsunternehmen weiterhin als herausfordernd bezeichnet werden muss, erneut beachtlich entwickelt. Unsere Konzernumsatzerlöse stiegen um mehr als sieben Prozent auf rund 1,13 Milliarden Euro“, sagt SWK-Vorstandssprecher Carsten Liedtke. Das Konzern-Jahresergebnis wächst um 25 Prozent auf 34,1 Millionen Euro und damit auf das höchste Niveau seit 2006.

Und die SWK-Zahlen erfreuen auch die Stadt Krefeld: Netto-Dividende (8,4 Millionen Euro) und Konzessionsabgabe (14,3 Millionen Euro) bilden 2018 einen Zufluss von 22,7 Millionen Euro für den städtischen Haushalt (Vergleich zu 2017: + 800.000 Euro). Hinzu kommen die Übernahme der Verluste aus dem Öffentlichen Personennahverkehr, Gewerbesteuer, viele Aufträge an lokale und regionale Unternehmen sowie die Sponsoring- und Spendenaktivitäten der SWK für Kultur, Soziales und Sport. Wertschöpfung für Krefeld und die Region insgesamt: 83,5 Millionen Euro. „Die Stadtwerke arbeiten ökonomisch erfolgreich, sind bei Kunden und Mitarbeitern beliebt, außerdem ist der Konzern gleichzeitig nachhaltig unterwegs“, fasst Aufsichtsratsvorsitzender Benedikt Winzen das Ergebnis der SWK zusammen.

Der SWK-Konzern umsorgt aktuell 640.000 Energiekunden. Die Tochtergesellschaft lekker ist viertstärkster Anbieter von Ökostrom in Deutschland, die SWK laut Studie des Magazins Focus frisch zum „Kundenliebling 2019“ gekürt worden: Platz 1 in der Rubrik „Versorger und Stadtwerke“ in Deutschland. „Und das in diesem Punkt mit weitem Abstand unter den bundesweit rund 700 Stadtwerken“, so Liedtke. „Die langfristige Entwicklung mit Fokus auf faire und serviceorientierte Kundenbeziehungen und wertorientiertes Wachstum ist wichtiger als ein kurzfristiger Gewinn“, ergänzt SWK-Vorstand Kerstin Abraham zur Philosophie des Unternehmens.

Beim Thema Nachhaltigkeit rangiert die SWK ebenfalls vorne mit. Die Ökostrom-Quote liegt bei 76 Prozent, der Bundesdurchschnitt bei 40. Drei Viertel des SWK-Stroms stammt bereits heute aus erneuerbaren Energien, zum Beispiel aus Wind-, Solar-, Wasserkraft, Biomasse- oder Geothermieanlagen.

Damit die Krefeld zuverlässig mit Energie und Trinkwasser versorgt wird, investiert die Netzgesellschaft Niederrhein (NGN) regelmäßig in die Erneuerung und Modernisierung der Versorgungsleitungen: 2018 insgesamt 16 Millionen Euro. In der Stadt liegen etwa 4400 Kilometer Strom-, Gas-, Fernwärme- und Trinkwasserleitungen. Das ist ungefähr die Strecke von Krefeld bis ans Rote Meer.

Parallel bietet die SWK bei der Entsorgung die ganze Wertstoffkette aus einer Hand: Die GSAK sammelt Abfälle und Wertstoffe, die EGN sortiert und recycelt und die EGK verbrennt und wandelt Restabfälle um in Energie. So entsteht aus Abfall neue Energie. 210.000 MWh Energie hat die EGK beispielsweise in 2018 ins Krefelder Netz in Form von Strom und Fernwärme eingespeist. Etwa die Hälfte davon aus biogenem Abfall, also „grüne Energie“. Damit lassen sich rechnerisch rund 12.200 Haushalte mit Strom und etwa 6300 Haushalte mit Wärme versorgen.

Außerdem investiert die SWK konsequent in die Erweiterung ihrer „Sauberen Flotte“ und hat mittelfristig die 100-prozentige Elektromobilität im Blick. Mit zehn neuen Hybridbussen treibt die SWK Mobil saubere Mobilitätslösungen in Krefeld voran. Die gesamte Busflotte erfüllt entweder die neue Abgasnorm Euro 6 oder übertrifft die Euro-5-Norm. 2018 verzeichnet das Verkehrsunternehmen insgesamt 37,8 Millionen Fahrgäste. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang von 2,5 Prozent, unter anderem dem baustellenbedingten Ausfall mehrerer Haltestellen sowie sinkenden Schülerzahlen geschuldet.

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