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Krefeld: Sturm- und Unwetterwarnung - Blitz schlägt in Haus in Bockum ein​

Wegen Sturm- und Unwetterwarnung : Blitz schlägt in Haus in Bockum ein

Der Deutsche Wetterdienst hat für Krefeld für Donnerstag eine Sturm- und Unwetterwarnung herausgegeben. Ein Blitz schlug in einem Haus in Bockum ein, das Flüchtlingslager Forstwald wurde vorsorglich geräumt.

Die Stadt Krefeld ist von dem befürchteten schweren Unwetter weitgehend verschont geblieben. Gravierendster Vorfall: In einem Haus in Bockum schlug der Blitz ein. Wie die Feuerwehr berichtet, räumte der Blitz fünf bis sieben Quadratmeter Dachziegel ab, sprengte einen Kamin und eine Satellitenschüssel vom Dach. Verletzt wurde niemand – was ein Glückwar, denn die Dachziegel flogen bis auf Bürgersteig und Straße. Zur Sicherheit brach die Feuerwehr zwei Wohnungen auf, um sicherzugehen, dass dort kein Feuer entstanden war. Zudem wurde festgestellt, dass auf allen Etagen die Antennenstecker verschmort waren.

Am Donnerstagnachmittag hatte der Deutsche Wetterdienst vor schwerem Niederschlag in Verbindung mit Orkanböen und bis zu zwei Zentimeter großen Hagelkörnern gewarnt. In der Tat braute sich am Himmel ordentlich etwas zusammen; gegen 15 Uhr wurde es so dunkel, dass in den Wohnungen das Licht angemacht werden musste. Doch während es in Gladbach schweren Hagelschlag gab, gab es in Krefeld nur einen kurzen, heftigen Regenguss. Ab halb vier hellte sich der Himmel von Westen her wieder auf.

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Vorsichtsmaßnahmen wurden allerdings getroffen: Die von der Stadt Krefeld vorübergehend in Leichtbauhallen auf den früheren Kasernengelände im Forstwald untergebrachten Flüchtlinge aus der Ukraine wurden ab 13 Uhr vorsichtshalber in die Räumlichkeiten der Schule Bellenweg gebracht worden. Grund dafür war die Warnung, dass auch in Krefeld Windböen in Orkanstärke möglich sein sollten. Das gab die Stadt am Mittag bekannt.

„Bei angekündigten Unwetterereignissen mit Wind ab Windstärke 10 sieht es das vorsorgliche Evakuierungskonzept für die Leichtbauhallen so vor“, erläuterte ein Stadtsprecher die Notfallmaßnahme. Die Versorgung der Menschen werde durch die Malteser auch in den Räumlichkeiten am Bellenweg sichergestellt.

Die Schulgemeinde der Grundschule Bellenweg sollte die Gebäude möglichst bis 13 Uhr verlassen haben, führte die Stadt weiter aus. Diese Maßnahme dient vor allem der Unterbringung der Menschen aus den Leichtbauhallen, aber auch dem Schutz der Kinder, die nicht bei aufkommendem Sturm noch im Forstwald unterwegs sein sollten. Die Eltern wurden informiert, so dass die Betreuung gesichert war.

Nach Angaben der Stadt mussten rund 250 Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen waren, aus der Flüchtlingsunterkunft kurzfristig in der Schule untergebracht werden. Wie lange sie dort aushalten müssen, war am Nachmittag noch nicht abzusehen - angedacht war, dass sie bereits am Abend wieder zurück in die Leichtbauhallen gebracht werden sollten, nachdem die Unwetterfront an der Stadt vorbeigezogen war.

(oli / vo )