Krefeld: Studie stützt Ruf nach mehr Anstrengung für die City:

Krefeld : Studie stützt Ruf nach mehr Anstrengung für die City

Innenstadtbesucher sind wenig zufrieden mit dem Erscheinungsbild ihrer City. In Krefeld sei ein Umdenken für eine Steigerung der Attraktivität spürbar.

Eine neue Studie bekräftigt die Forderung des Krefelder Einzelhandels nach mehr Anstrengungen zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt. Bei einer Befragung von mehr als 59.000 Innenstadtbesuchern in 116 Städten – darunter Krefeld -  durch das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) gaben die Verbraucher den Stadtzentren im Durchschnitt nur die Schulnote „Drei plus“. Am besten schnitten noch die Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern ab. Sie erhielten immerhin eine „Zwei minus“, wie das IFH am Mittwoch mitteilte. Unterm Strich kommen die IFH-Fachleute zum Ergebnis, dass die Innenstädte nicht vorankommen; die Noten seien seit Jahren  mittelmäßig.

Markus Ottersbach, Geschäftsführer des Handelsverbandes NRW Krefeld-Kempen-Viersen, bestätigt das Bild. „Die Metropolen gewinnen, die Kleinen verlieren, und bei mittleren Städten wie Krefeld wird sich im Wettbewerb in den nächsten Jahren  entscheiden, wer für die Kunden attraktiv ist“, sagt Ottersbach.  In Krefeld sei ein Umdenken wahrnehmbar. Gleichwohl betont er, dass das Jahr 2019 wichtig werde. Sein Verband arbeite gerade mit Politik und Verwaltung an einem Bündel konkreter Maßnahmen, das noch 2019 im Rat auf den Weg gebracht und bis zum Stadtjubiläum 2023 umgesetzt werden solle.  „Krefeld hat zwar den Knall gehört, aber trotz aller bislang erreichten Ergebnisse  noch nicht genug getan. Hier gilt es dranzubleiben und zuzulegen“, so Ottersbach.

Krefeld hat sich an der IFH-Studie beteiligt. Das Institut hatte Städte eingeladen und Fragebogen verschickt; seit fünf Jahren findet die Befragung alle zwei Jahre statt.  Die Befragungsergebnisse für Krefeld sollen am 18. Februar zusammen mit den Ergebnissen der alle drei Jahre stattfindenden Bürger- und Passantenbefragung erfolgen.  Der Maßnahmenkatalog für Krefeld soll bis zu den Osterferien stehen, erste Maßnahmen möglichst noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

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