Klimaschutz mit Solarstrom Krefeld auf Spitzenplatz im „Wattbewerb“-Ranking 

Krefeld · Beim Thema „Klimaschutz“ ist die Stadt Krefeld ganz weit vorne dabei. Gewertet wurden beim Ranking Zuwächse an installierter Photovoltaik.

 Photovoltaikanlagen helfen, das Klima zu schützen. Krefeld ist  bei diesem Thema gut aufgestellt.

Photovoltaikanlagen helfen, das Klima zu schützen. Krefeld ist bei diesem Thema gut aufgestellt.

Foto: dpa-tmn/Daniel Reinhardt

(RP) Immer mehr Krefelder Bürger investieren in regenerative Energien. Das städtische Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen“ und die Aktivitäten der Stadt auf eigenen Gebäuden wirken. Deutlich wird das im aktuellen Ranking des „Wattbewerbs“, an dem sich die Stadt Krefeld beteiligt.

In diesem Vergleichs-Wettbewerb werden die Zuwächse an installierter Photovoltaik (Solarstrom) in den teilnehmenden Kommunen anschaulich dargestellt. Krefeld belegt aktuell in diesem Ranking bei den Großstädten den ersten Rang (Stand: 23. Juni) – und hat damit einen deutlichen Sprung gemacht. Krefelds Umweltdezernentin Sabine Lauxen sagt: „Wir freuen uns sehr über diesen Zwischenstand, denn er macht deutlich, dass es in Krefeld eine Aufbruchsstimmung in Sachen Klimaschutz gibt. Unser kommunales Förderprogramm ist dafür ein wichtiger Beitrag und Impuls. Und wir als Stadt stellen uns auch dieser Herausforderung. Regenerative Energie auf dem Dach mit PV-Anlagen sind nicht nur eine Investition für das Klima. In Zeiten steigender Strompreise ist es auch wirtschaftlich sinnvoll, Strom auf dem eigenen Dach zu produzieren. Regenerative Energie ist zudem auch ein sehr starker regionaler Wirtschaftsfaktor – denn viele lokale Handwerksbetriebe sind engagiert.“

Seit einem Jahr nimmt die Stadt am Wattbewerb teil. Start war am 24. Juni 2021. Vorausgegangen war ein entsprechender Beschluss im Ausschuss für Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Landwirtschaft am 9. Juni 2021. Die Erfassung der installierten PV-Leistung erfolgt fortlaufend. Der Start des deutschlandweiten „Wattbewerbs“, der von den Initiativen Fossil Free Karlsruhe, Parents for Future Germany, Fridays for Future Deutschland und Scientists for Future Deutschland getragen wird, erfolgte am 12. Februar 2021. Unabhängig vom Beitritt einer Kommune wird als Anfangswert die installierte Leistung an diesem Datum betrachtet. Je mehr neue Sonnenenergie-Leistung eine Kommune seit dem 12. Februar 2021 installiert, desto höher steigt diese im Ranking. er „Wattbewerb“ endet automatisch, sobald eine Stadt einen Zuwachs von 50 Prozent beziehungsweise eine Verdoppelung ihrer Photovoltaik-Leistung und dabei mindestens einen Zuwachs von 200 Watt-Peak (WP) pro Einwohner erreicht hat. Watt-Peak bezeichnet dabei die elektrische Leistung von Solarzellen.

Seit der Anmeldung lässt sich beim PV-Zuwachs der Stadt Krefeld ein durchgängig positiver Trend erkennen. Zum Anmeldezeitpunkt wurden 8,1 WP pro Einwohner angemeldet. Seitdem wurde der PV-Zubau auf 68,4 WP pro Einwohner gesteigert. Das bedeutet im aktuellen Ranking der Großstädte Platz eins von 45 Städten vor Paderborn (62,2 WP pro Einwohner) und Ulm (55,4 WP pro Einwohner). Ein Großteil des Zubaus (circa 70 Prozent) befindet sich laut Website allerdings noch in der Prüfung.

Informationen zum „Wattbewerb“ gibt es im Internet https://wattbewerb.de/