Krefeld plant Fertigstellung für Frühjahr 2026 Start der Bauarbeiten fürs „Haus der Bildung“ an der Hofstraße

Krefeld · Die erste europaweite Ausschreibung der Bauarbeiten am Haus der Bildung durch die Stadtverwaltung war im vergangenen Jahr erfolglos verlaufen – es wurde kein Angebot abgegeben.

 Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2026 geplant: So soll das „Haus der Bildung“ aussehen. In den nächsten Tagen beginnen die Vorarbeiten zum Abriss des alten Gebäudebestands.

Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2026 geplant: So soll das „Haus der Bildung“ aussehen. In den nächsten Tagen beginnen die Vorarbeiten zum Abriss des alten Gebäudebestands.

Foto: Stadt Krefeld

Die Bauarbeiten für das Projekt „Haus der Bildung“ an der Hofstraße beginnen in diesen Tagen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden zunächst vorbereitende Baumschutzmaßnahmen durchgeführt und die Hausanschlüsse der Mosaikschule zurückgebaut. Im Anschluss daran folgen ab Mitte Februar die Abbrucharbeiten – es werden alle bestehenden Gebäude der Mosaikschule abgerissen.

Nach Beendigung der Abbrucharbeiten beginnen die Bauarbeiten für den Neubau. Es ist geplant, dass das „Haus der Bildung“ im Frühjahr 2026 fertiggestellt sein wird. Mit der Aufnahme der Bautätigkeit geht ein wichtiges, zukunftsweisendes Projekt für die Stadt in die Umsetzung. Kita, Grundschule, Sporthalle und Familienzentrum werden im „Haus der Bildung“ unter einem Dach vereint. Durch die räumliche Nähe der Einrichtungen, durch eine pädagogische Architektur, die systematisch Raumbezüge zwischen beiden Einrichtungen herstellt, und insbesondere durch die pädagogische Zusammenarbeit im gemeinsamen Familienzentrum werden die Voraussetzungen für einen fließenden Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Schule ermöglicht. Das Familienzentrum als Klammer wird Elterncafé, Beratungsangebote sowie Angebote anderer Institutionen beheimaten.

Durch breite Kooperationen soll ein Mehrwert für die Bevölkerung entstehen. „Das Haus der Bildung ist ein pädagogisches Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft“, sagt Stadtdirektor Markus Schön. „Perspektivisch soll es ein Treffpunkt für alle Menschen werden, die hier im Quartier leben. Sie finden Begleitung, sie finden Austausch, sie finden Angebote. Diese in Nordrhein-Westfalen einzigartige Einrichtung leistet somit einen entscheidenden Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit. Ich freue mich, dass es nun endlich losgeht.“

Im vergangenen Jahr berichtete das Zentrale Gebäudemanagement (ZGM)  noch von einer eine Projektverschiebung. Die erste, europaweite Ausschreibung der Bauarbeiten am Haus der Bildung war erfolglos verlaufen – es wurde kein Angebot abgegeben, sodass eine Neuausschreibung stattfinden musste. „Die bundesweit angespannte Situation in der Baubranche macht sich immer wieder auch in Krefeld bemerkbar“, erklärt ZGM-Leiter Rachid Jaghou. „Die Vorfreude auf das Projekt aber hat der angepasste Zeitplan nicht genommen, denn auch für das ZGM ist das ‚Haus der Bildung‘ unter baulichen Gesichtspunkten ein besonderes Projekt.“

Das Gebäude wird über eine Nutzfläche von circa 12.000 Quadratmetern verfügen. Die Fassaden erhalten dauerhafte und langlebige Materialien mit geringem Pflegeaufwand. Das Projekt wird im Sinne des nachhaltigen Bauens geplant: Das technische Konzept vereint energiesparende Komponenten, die Nutzung regenerativer Energien und die Schaffung einer hohen Qualität von Licht, Luft und Wärme. In Kombination mit einem begrünten Dach kommt eine Photovoltaik-Anlage für die überwiegende Eigenstromproduktion zum Einsatz. An der Ecke Oranierring/Hofstraße ist ein kleiner Vorplatz geplant. Über eine offene, zentrale Eingangshalle an der Hofstraße sind alle Nutzungsbereiche gut zu erreichen. Großzügige Innenhöfe gewährleisten eine gute Belichtung von innenliegenden Aufenthaltsräumen. Auch die hellen Flurbereiche mit Nischen können genutzt werden. Das Außenspielgelände, auf dem Bäume aus dem Altbestand erhalten bleiben und auch Neupflanzungen erfolgen, umfasst zusammen rund 3.700 Quadratmeter. Nach dem pädagogischen Konzept sollen Kita und Schule die Außenbereiche gemeinsam nutzen.

Außerhalb der Schulzeiten steht der Schulhof dem Stadtviertel zur Verfügung. Eine Tiefgarage mit 100 Stellplätzen inklusive Stromtankstellen für die Mitarbeitenden und Anwohner als Quartiersgarage wird circa 4.100 Quadratmeter groß. Oberirdisch werden ferner mehrere Kurzzeitparkplätze eingerichtet zum Abholen und Bringen der Kinder. Darüber hinaus werden circa 100 Fahrradabstellplätze errichtet.

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