Aufwertung der Krefelder City Stadt stellt erste Pläne für den Dr. Isidor-Hirschfelder-Platz vor

Krefeld · Einer der zentralsten Plätze in der Krefelder Innenstadt wird aktuell nur zum Parken genutzt. Das möchte die Verwaltung ändern und stellt erste Pläne vor.

Der Hirschfelder-Platz soll nicht länger nur zum Parken genutzt werden. Die Verwaltung plant, dort eine Kindertagesstätte zu bauen und Raum für Begegnungen zu schaffen.

Der Hirschfelder-Platz soll nicht länger nur zum Parken genutzt werden. Die Verwaltung plant, dort eine Kindertagesstätte zu bauen und Raum für Begegnungen zu schaffen.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

In der Sitzung der Bezirksvertretung Mitte am Dienstag hat die Verwaltung ihre Pläne für den Dr. Isidor-Hirschfelder Platz hinter dem Kaufhof vorgestellt. Der Rat soll am Donnerstag über den Einleitenden Beschluss des Bebauungsplans mit der Nummer 853 beschließen.

Mit dem Parken soll es auf dem Platz zwischen König-, Stephan-, Dreikönigen- und Petersstraße weitestgehend vorbei sein, folgt die Politik den Ausführungen der Stadt. Rund 120 kostenpflichtige Stellplätze gibt es dort zurzeit. „Dieser Platz ist die letzte zusammenhängende ebenerdige Parkmöglichkeit in der östlichen Innenstadt und wird daher sehr gut genutzt“, heißt es dazu in der Vorlage. Allerdings werde das Potenzial des zentral gelegenen Platzes als Treffpunkt und öffentliche Fläche mit Aufenthaltsqualität damit bei weitem nicht ausreichend ausgeschöpft.

In einer Bürgerwerkstatt hatten Bewohner des Quartiers, interessierte Bürger, Geschäftsleute und Vertreter aus Politik und Verwaltung Ideen für eine Umgestaltung des Platzes als funktionalen und kommunikativen Mittelpunkt gesammelt. Drei Varianten wurden erarbeitet, wobei zwei davon eine Teilbebauung des Platzes vorsehen und nur eine Variante eine reine Grünfläche dort wünscht.

Die Mitarbeiter des städtischen Planungsamtes verfolgten im Anschluss Variante Drei weiter, die eine Teilbebauung „in West in Anlehnung an die Kulturhistorische Städtebauliche Analyse“ vorsieht. Ihre Begründung: „Bei der Überprüfung der Pro- und Contra-Argumente ist festzustellen, dass die Variante in Anlehnung an die Kulturhistorisch Städtebauliche Analyse, eine Teilbebauung des Platzes an der westlichen Seite sowie neue Grünflächen, mit Abstand die meisten Vorteile aufweist.“ So  biete sie die Chance, die Lesbarkeit der historischen Stadtstruktur wiederherzustellen, und dazu die Möglichkeit, attraktiven Wohnraum in der Innenstadt und einen Impuls für den lokalen Einzelhandel zu schaffen.

Es gebe, so die Verwaltung, in Absprache mit dem Fachbereich 51, Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung, zudem erste Vorplanungen, auf dem nördlichen Teil des Platzes eine Kindertagesstätte  mit bis zu sechs Gruppen einzurichten. Ziel aller Planungen sei es, „qualitätsvolle öffentliche Räume“ zu schaffen, wobei eine Teilbebauung des Platzes inklusive einer Kindertagesstätte und innerstädtischem Wohnen herbeigeführt werden soll.

In einem städtebaulichen Wettbewerb sollen nun Ideen zur konkreten Umsetzung dieser Ziele erarbeitet werden. Die FDP hatte im September in einem Antrag vorgeschlagen, den Platz in einen sogenannten Pocket-Park umzugestalten, um eine Frischluftschneise in der Innenstadt zu schaffen.

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