CDU monierte Verzögerungen in Krefeld SPD pariert Kritik am Tempo des Sportstättenausbaus

Krefeld · Die schlechten Zustände der Sportstätten sind laut SPD Ergebnis jahrzehntelangen Unterlassens der CDU. Es geht um die Hubert-Houben-Kampfbahn und andere Großprojekte.

 Oliver Leist, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Oliver Leist, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Foto: SPD Krefeld

Die Kritik wegen verschleppten Tempos bei der Sanierung der Krefelder Sportstätten wie die Hubert-Houben-Kampfbahn und darüber hinaus  einiger anderer Großprojekte wollen die Sozialdemokraten nicht auf sich sitzen lassen. CDU-Ratsherr Michael Zecha hatte moniert, dass die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) und Stadtdirektor Markus Schön (SPD) ihre eigenen Zeitpläne  mehrmals korrigiert und die geplanten Termine für die Fertigstellung mehrerer Bauprojekt verschoben hat.

„Dass ausgerechnet die CDU-Fraktion auf die Idee kommt, die Stadtverwaltung für den Sportstättenausbau zu kritisieren, ist aus vielerlei Gründen ein starkes Stück“, sagte Oliver Leist, sportpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, am Donnerstag. Es sei die gleiche CDU, die einerseits permanent dringend notwendige Beschlüsse verschleppe, indem sie aufgrund von Beratungsbedarf Entscheidungen in spätere Sitzungen schieben wolle, sich jedoch andererseits ohne Skrupel in die Öffentlichkeit stelle, um Kritik an nicht eingehaltenen Zeitplänen zu üben. Ein Schelm, wer Böses dabei denke, so Leist gestern.

Anstatt konstruktiv mitzugestalten, sei die CDU als schlecht verkleidete Oppositionskraft lediglich eigennützig unterwegs. Erschwerend komme hinzu, dass die noch vielfach vorherrschenden schlechten Zustände der Krefelder Sportstätten das Ergebnis jahrzehntelangen Unterlassens CDU-geführter Ratsmehrheiten und Verwaltungsspitzen seien, ergänzte er.

Wie es auch anders gehe, hätten die Millioneninvestitionen in den  vergangenen Jahren hingegen gezeigt. Dass dies der CDU-Stadtratsfraktion ein Dorn im Auge sei, mag das nun erneut öffentlich vorgetragene Gezeter erklären. Nicht nur deshalb brauche es schon eine gewisse Chuzpe, sich wie der sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion öffentlich zu äußern. Auch das Ausblenden des überall vorherrschenden Fachkräftemangels und der Erschwernis, bei Ausschreibungen geeignete Handwerksbetriebe zu finden, zeuge entweder von mangelnder Kenntnis der Lage oder sogar von Dreistigkeit, betonte Leist.

Diese Art der Kommunalpolitik verfolge lediglich das Ziel der Selbstprofilierung. Die Sachthemen blieben auf der Strecke, vermutete er. „Wir als SPD-Fraktion stehen jederzeit für eine inhaltliche und fachliche Diskussion, die die Krefelder Sportlandschaft mit ihren zahlreichen engagierten Vereinen wirklich nach vorne bringt, zur Verfügung. Diese können wir gerne auch hart in der Sache führen. Dieses Angebot mache ich dem Kollegen Zecha gerne“, berichtete Leist.

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