Krefeld: SPD fordert Bericht zur Wasserbuslinie nach Düsseldorf

Ausschuss für Stadtplanung und -sanierung : SPD fordert Verwaltungsbericht zur „Wasserbuslinie“ nach Düsseldorf

Bereits im Rahmen der Sanierung des Uerdinger Steigers hatte die Fraktion die Prüfung neuer Nutzungsmöglichkeiten als Anlegestelle thematisiert.

Auch in Krefeld rückt der Rhein als Route für den Passagiertransport stärker in den Fokus. Die Stadt Köln hat bereits beim Land Fördermittel für eine Machbarkeitsstudie beantragt, die eine Wasserbuslinie zwischen Köln-Wesseling, Köln und Leverkusen prüfen soll. Düsseldorf plant Ähnliches. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst signalisierte bereits Unterstützung für Pläne über eine Wasserbuslinie zwischen Köln, Düsseldorf und Duisburg. Ein möglicher Haltepunkt könnte linksrheinisch in Krefeld liegen. Das hat jetzt auch das Interesse der Politik in der Seidenstadt geweckt.

„Ungeachtet einer noch durchzuführenden Kosten-Nutzen-Analyse scheint zumindest eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den potenziellen positiven Effekten einer solchen Wasserbuslinie entlang des Rheins sinnvoll, zumal hierfür auch Fördermittel in Aussicht gestellt werden könnten“, erklärt SPD-Ratsherr Jürgen Hengst. Der planungspolitische Sprecher der Fraktion ergänzt: „Bereits im Rahmen der Sanierung des Uerdinger Steigers hatte die SPD-Fraktion die Prüfung neuer Nutzungsmöglichkeiten als Anlegestelle thematisiert.“

Aufgrund der Tatsache, dass Krefeld nicht nur geografisch entlang der möglichen Linie liegt, sondern sich auch rund täglich mehr als 10.000 Pendler aus der Stadt auf den Weg nach Düsseldorf machen, bittet die SPD-Fraktion die Verwaltung um einen Sachstandsbericht. Hengst: „Es stellt sich die Frage, inwieweit Krefeld durch die Nachbarkommunen in die bisherigen Überlegungen einbezogen wurde, in welchem zeitlichen Rahmen das Projekt vorangetrieben werden soll und in welcher Form sich die Stadt an diesem Modellprojekt beteiligen kann?“ Auf die Verwaltung kommt nun Arbeit zu. Auf Antrag der SPD soll der Ausschuss für Stadtplanung und -sanierung in seiner nächsten Sitzung am 19. November die Fachabteilung beauftragen, ein Papier zum Thema „Wasserbuslinien als ergänzendes Verkehrskonzept“ zu erstellen. Köln ist deutlich weiter. Die Domstadt hat bereits eine Zusage über Landesmittel in Höhe von 100.000 Euro aus dem Programm „progres.nrw – Emissionsarme Mobilität“. Die Düsseldorfer Stadtspitze spricht von einer „interkommunalen Nutzung“. Sie plant, die Schiffsstationen in der Nähe von Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs und des Radschnellwegenetzes einrichten. Und: Die Schiffe sollen elektrisch betrieben werden.