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Krefeld: Sitzung der Bezirksvertretung Uerdingen

Sitzung der Bezirksvertretung in Krefeld : Wie die Uerdinger City attraktiver wird

Das Integrierte Handlungskonzept war eins der Hauptthemen in der Bezirksvertretung Uerdingen. Außerdem gab’s Infos zu den geplanten Feuerwehrwachen.

Uerdingen hat architektonisch viel zu bieten, verkauft sich aber unter Wert. Stadtplaner des Büros „Stadtguut“ aus Bochum sind deshalb aktuell im Auftrag der Stadt unterwegs, um Wege zu entwickeln, Uerdings Stärken vorteilhaft zu präsentieren und Impulse für die Innenstadt zu geben. Erste Ergebnisse wurden jetzt den Bezirksvertretern in ihrer dritten Sitzung vorgestellt.

„Es war ein toller Vortrag. Uns war gar nicht bewusst, dass das Büro mit seiner Arbeit bereits so weit ist“, sagte Bezirksvorsteher Jürgen Hengst (SPD) im Nachgang. Angedacht ist, die architektonischen Entwicklungsphasen der Stadt mit gestalterischen Elementen fortzuführen und die historische Altstadt, die Wallanlage und die Bereich rund um die Innenstadt dadurch aufzuwerten. Besonders Ober- und Niederstraße sollen davon profitieren. Gleichzeitig wird über eine Verlegung des Wochenmarktes nachgedacht. Mit diesem Thema beschäftigen sich derzeit gleich zwei Büros und beleuchten die wirtschaftliche Seite und die Stadtgestaltung. Im Juni soll es Ergebnisse dazu geben, in der zweiten Jahreshälfte ist geplant, das Gestaltungskonzept vozustellen. Die Kommunalpolitiker nahmen den Vortrag „mit Freude“ zur Kenntnis.

Alle neun E-Anträge wurden in die kommende Sitzung verschoben, in der die Verwaltung Stellung zu den Themen, darunter auch Masterplan Elfrather See, Sachstand Ausbau B288 und Neubau Rheinbrücke, nehmen soll. Bezirksvorsteher Hengst verlas ein Schreiben von Straßen.NRW, in dem daraufhingewiesen wird, dass bezüglich der Rheinbrücke in nächster Zeit nicht mit Neuigkeiten zu rechnen ist. Aktuell würde das Verkehrsaufkommen untersucht und ein Gutachten erstellt. Die Politiker befürworten, die alte Brücke als Baudenkmal zu erhalten.

Einig sind sie sich auch darüber, dass es im Stadtteil mehr Angebote für Jugendliche geben sollte. Besonders gern halten sich die jungen Leute an der Rheinpromenade und auf dem Werftgelände auf, was immer wieder zu Konflikten führt, da sich Nachbarn besonders in den Sommermonaten durch feiernde Jugendliche gestört fühlen.

Nach den Osterferien soll das Radwegekonzept vorgestellt werden, weswegen die Beratungen in der Bezirksvertretung zurückgestellt wurden. Lösungen scheinen beim Thema „neue Standorte für die Wachen der Freiwilligen Feuerwehr“ in Sicht zu sein. Angedacht ist, eine Wache in die Nähe des Uerdinger Berufskollegs zu positionieren, eine weitere im Rahmen des B-Plans 777 in den Bereich der Kleingartenanlage Rheinbrücke und eine dritte an die Ecke Düsseldorfer-/ Römerstraße in Gellep-Stratum. Derzeit werden die Standorte mit den Experten der Berufsfeuerwehr besprochen.

„Fotoherzen“ heißt ein Projekt, das interessanten Objekten im Stadtbild auf Fotos einen Rahmen geben soll. Ein solches Edelstahl-Herz könnte am Rhein-Ausblick zwischen Ruderclub und Alberdingk-Boley stehen. Die Kosten würden sich auf 7000 Euro belaufen. Laut Hengst ist die Stadt „nicht mehr ganz dagegen“ und wird die Rahmenbedingungen prüfen.