Krefeld: Silk-ophonics bei "Der beste Chor im Westen"

Wettbewerb: Der beste Chor im Westen: Silk-O-Phonics wollen der beste Chor im Westen werden

Sie jazzen, swingen und veredeln Pop-Songs. Für ausgefallene Auftritte sind die Silk-O-Phonics bekannt. Nun will das außergewöhnliche A-Cappella-Ensemble die Fernsehzuschauer erobern. Der Chor ist in der Auswahl der besten 20 beim WDR-Wettbewerb „Die besten Chöre im Westen“.

Ihre Stadt sehen 17 Krefelder in diesen Tagen aus ganz neuen Blickwinkeln. Sie fragen sich, was typisch für Krefeld ist und gleichzeitig telegen die eigenen Stärken unterstreichen könnte. Der Chor bereitet sich auf seinen ersten Fernseh-Dreh vor. Die Silk-O-Phonics sind einer von 20 Chören, die beim WDR-Wettbewerb um den Titel „Der beste Chor im Westen“ singen werden.

„Die erste Idee war nicht, dass wir unbedingt gewinnen wollten, als wir uns beworben haben. Aber wir haben so etwas noch nie gemacht, das hat uns schon gereizt. So ein Abenteuer kann einen Chor  zusätzlich verbinden und neue Energien freisetzen“, sagt Christiane Böckeler, die das Ensemble seit der Gründung vor 17 Jahren leitet. Uwe Schulz-Christofzik vom Silk-O-Phonics-Vorstand findet aber auch: „Die Chöre, die bisher bei dem Wettbewerb mitgemacht haben, sind gut. Aber wir müssen uns nicht verstecken.“

Im Gegenteil: Die Silks machen bei Auftritten immer gute Figur. „Wir geben nie das klassische Chorbild ab“, betont Schulz-Christofzik. Bei jedem Programm wird das Outfit aufs Programm abgestimmt. Zu Hits der 70er Jahre darf es bunt, schrill und streng retro sein. Bei der „Crime Time“ werden zum Kriminaltango die Trenchcoatkragen hochgestellt und dunkle Sonnenbrillen aufgesetzt. Ein Konzert ist immer fast eine Revue, immer aber auch ein Spektakel. Die besten Ideen dazu entstehen „bei Partys in der Küche“, sagt Böckeler. Kerstin Guhra schreibt dazu die Texte, Kostüme und Bühnenbild entstehen ebenfalls in den eigenen Reihen.

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„Dazu hatten wir alle große Lust, deshalb haben wir im Mai 2001 den Chor gegründet“, erzählt Christiane Böckeler. Zu zehnt haben sie sich Jazz, Swing und Pop in besonderen Arrangements angenommen. Heute zählt der Chor 17 Stimmen. „Und wir haben Glück, denn wir haben gute Stimmen“, sagt die Dirigentin. Selbst die bei Laienchören chronisch schwächelnde Tenorlage sei durchweg stark besetzt. Doch demnächst ziehen einige Sänger weg. Da halten die Silk-O-Phonics schon mal Augen und Ohren offen, um neue Mitglieder zu gewinnen. „Es muss nicht nur stimmlich passen, sondern auch menschlich. Wir sind alle starke Persönlichkeiten“, betont Schulz-Christofzik.

Das unterstützt Dirigentin Böckeler auch bei den Proben: Der Chor stellt sich nicht nach Stimmlagen auf. Jeder steht auf sich allein konzentriert im Raum und singt seinen Part ungeachtet dessen, was er vom Nebenmann hört. Das stärkt und schafft Sicherheit. Und es fördert die Flexibiliät. „Bei und muss jeder überall einsetzbar sein.“

Die Qualität ihres Chores können Böckeler und Schulz-Christofzik in wenigen Schlagworten zusammenfassen: starke Bühnenpräsenz, sehr schöne Stimmen und ein tolles Gesamtlangbild, Freude beim Singen und eine gute dynamische Bandbreite. So haben sie die Jury des WDR zunächst überzeugt. „Jetzt suchen wir gemeinsam mit dem Stadtmarketing eine Location. Denn jeder Chor wird mit einem Trailer vorgestellt“, erzählt der Vorsitzende. Am 17. November singen die Krefelder beim Vorentscheid in Duisburg. Nächste Woche startet der Vorverkauf. „Die Turbinenhalle hat 2500 Sitzplätze. Es wäre toll, wenn uns da viele Krefelder unterstützen“, sagt der Sänger. Am 7. Dezember ist Halbfinale mit zehn Chören, zum Finale am 14. Dezember treten die besten Fünf an. Da wollen die Silks mit dabei sein.