Krefeld: Senioren-Union macht sich für Erhalt des Reisezentrums im Hauptbahnhof stark

Brief an Bahn-Vorstand : Senioren-Union setzt sich für Erhalt des Reisezentrums ein

Der Bahn-Vorstand soll die Entscheidung überprüfen, das Zentrum zum Jahresende zu schließen.

Die Senioren-Union macht sich für einen Erhalt des Reisezentrums im Krefelder Hauptbahnhof stark. In einem Brief an den Vorstand der Deutschen Bahn mahnten die Kreisvorsitzende der Vereinigung, Barbara Ritters-Kleinheyer, und ihr Stellvertreter Wolfgang Bosch eine Überprüfung der Entscheidung an, das Zentrum zum Jahresende zu schließen.

Vorgesehen ist nach derzeitigem Stand, dass im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) künftig die Firma Transdev Vertrieb GmbH die Beratung von Kundinnen und Kunden und den Verkauf von Fahrscheinen übernimmt. Entsprechende Dienstleistungen für den verbundübergreifenden Regionalverkehr sowie für den Fernverkehr sollen jedoch ersatzlos entfallen. Aus Sicht der Senioren-Union stellt dies „gerade für ältere Menschen eine nicht unerhebliche Erschwernis dar“, wie Ritters-Kleinheyer und Bosch in ihrem Schreiben formulierten. „Während der Beratungsbedarf aus unserer Sicht im Bereich des Verkehrsverbundes vergleichsweise gering ist, erleben wir vor Ort teils lange Schlangen speziell von Seniorinnen und Senioren, die beispielsweise ihre Kinder oder Enkel besuchen möchten und – als unregelmäßige Bahnfahrer – die persönliche Beratung am Hauptbahnhof sehr schätzen“, betonen die  Funktionsträger der Senioren-Union.

Die Deutsche Bahn habe „in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte im Bereich Kundenfreundlichkeit erzielen können“, lobten die CDU-Politiker. „Es wäre schade, wenn diese Entwicklung in der Wahrnehmung der Krefelder Bevölkerung durch die Schließung des Kundenzentrums zunichtegemacht würde“, gaben Ritters-Kleinheyer und Bosch zu bedenken.

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