Krefeld: Schulleiterwechsel an der Marienschule

Schulleiterwechsel an der Marienschule: Klaus Neuenhofer: Abschied nach über 35 Jahren

Mit lang anhaltendem Applaus verabschiedeten am Donnerstag Kollegen, Eltern und Schüler der Marienschule ihren Chef Klaus Neuenhofer. Ihm folgt nun Ralf Juntermanns, der bislang sein Stellvertreter war.

Was ist das größte Lob, das ein Lehrer am Ende seiner Laufbahn bekommen kann? Es sind die Worte, die am Donnerstag Klaus Neuenhofer, Leiter der Marienschule, bei seiner Verabschiedung hörte: „Der Unterricht bei Ihnen hat Spaß gemacht und wir haben viel gelernt.“ Den scheidenden Schulleiter dürfte diese Aussage sehr gefreut haben. In den über 35 Jahren als Lehrer der Marienschule schätzte er nach eigener Aussage besonders die Gespräche mit den Schülern, ihre Begeisterungsfähigkeit und offenen Worte. Neuenhofer dankte den Jugendlichen dafür und sagte in seiner Rede: „Ihr seid das Wertvollste, was unsere Gesellschaft hat, und wir haben das Privileg, mit euch arbeiten zu dürfen.“

Als „Lehrer durch und durch“, als „Ruhepol“, „Problemlöser“ und „gute Ursuline“ betitelten die Laudatoren den Schulleiter, der seit 1982 an dem bischöflichen Gymnasium an der Hubertusstraße unterrichtete. Als er anfing, gab es dort nur Schülerinnen. Erst 1989 wurde die Marienschule für Jungen geöffnet. Was blieb, war der christliche Anspruch der Schule, der sich stark an den Lehren von Angela von Merici, Gründerin des Ursulinenordens orientiert. Sie predigte eine Erziehung mit Lob und Liebe und ohne laute oder harte Worte. Die Heilige Angela hätte wohl ihre Freude an einem Schulleiter wie Klaus Neuenhofer gehabt, der seine Schüler gerne und oft lobte, als Mathe- und Physiklehrer immer auch selbst Spaß an den Naturwissenschaften hatte und bei Experimenten gerne wieder zum „Spielkind“ wurde, wie Bürgermeisterin Gisela Klaer erzählte, die den an Grippe erkrankten Oberbürgermeister Frank Meyer vertrat. Sie lobte die Marienschule für ihre gute Arbeit und betonte, dass sich das Gymnasium sehr großer Beliebtheit erfreue, was sich auch anhand der zahlreichen positiven Kommentare im Internet zeige

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Das Jahr 2018 ist für die Traditionsschule ein Jahr des Wechsels. Bisher befand sich das Gymnasium in der Trägerschaft der Ursulinenkongregation Calvarienberg Ahrweiler. Vorgängerin von Klaus Neuenhofer als Schulleiterin war Schwester Gisela, die Donnerstag an der Verabschiedung teilnahm. 2007 hatte sie die Leitung der Marienschule an ihren langjährigen Stellvertreter abgegeben. So machte es gestern auch Klaus Neuenhofer, der 13 Jahre lang mit Ralf Juntermanns ein Team gebildet hatte und nun den Staffelstab an seinen Vertreter weiterreichte, der die Schule, die nun von der „Schulstiftung Gymnasium Marienschule“ getragen wird, in neue Zeiten führen wird. Die Ursulinen werden aber auch weiterhin als Vertreter des Kuratoriums die Geschicke der Schule begleiten.

Besonders wichtig war Neuenhofer und ist auch seinem Nachfolger Juntermanns die individuelle Förderung jedes Schülers. Dafür erhielt das Gymnasium 2008 das gleichnamige Gütesiegel. 2015 wurde es zudem Referenzschule im Netzwerk Zukunftsschulen. Neuenhofer und seine Kollegen trieben auch die Digitalisierung voran und sorgten dafür, dass 2017 alle Klassenräume mit Beamern ausgestattet wurden. Ralf Juntermanns wird nun dort weitermachen und die Schule weiter modernisieren. Er zeigte sich gestern voller Tatendrang und meinte: „Ich freue mich auf meine Aufgaben.“