Krefeld: Schüler bemalen Stromkästen

Krefeld: Nach Wettbewerb: Schüler bemalen Stromkästen

„Streetart“ an Fichte und Arndt: Schüler entwerfen Kunst für graue Stromkästen.

Nach einem halben Jahr Vorbereitung beginnt nun die Verschönerung einiger grauer Kästen der Telekom. Die Schüler der neunten Klasse des Arndt- und des Fichte-Gymnasiums nutzen drei Tage ihrer letzten Schulwoche vor den Ferien, um die trostlosen Kästen kreativ zu gestalten. Klaus Menzer, Bezirksvorsteher Krefeld West und ehemaliger Lehrer, ist Initiator der Aktion. Die schönen Krefelder Krähen des Schaltkastens auf dem Hagerweg seien für ihn die Anregung für dieses Projekt gewesen. Es solle für noch „mehr bunte statt graue Kästen“ im Krefelder Westen gesorgt werden. Menzer möchte die Kästen auch von dem „Schmier-Graffiti“ befreien. Für die Umsetzung seiner Idee trat er mit sechs Schulen und zwei Jugendheimen in Kontakt. Arndt und Fichte hatten vor den Ferien noch Platz im Jahreskalender und sind nun dabei. Die anderen Schulen und Institutionen sollen in naher Zukunft an der bunten Aktion teilnehmen.

Die Organisation im Vorfeld erwies sich als zeitaufwendig. Zunächst mussten die sogenannten Multifunktionsgehäuse identifiziert werden, da nur die Kästen der Telekom für dieses Projekt zur Verfügung stehen. Anschließend musste die Telekom ihr Einverständnis für die Entwürfe geben, da diese beispielsweise keine Werbung und keine politischen Aussagen beinhalten durften. Unter dem Thema „Streetart“ wurden im Rahmen des Kunstunterrichts viele Motive gestaltet. Letztendlich wurden die Entwürfe von drei Schülern in einem Ideenwettbewerb ausgewählt. Die fertigen Motive wurden anschließend eingereicht. Nachdem sie von der Telekom abgesegnet wurden, konnte das Bemalen der Kästen endlich beginnen.

1000 Euro aus den bezirksbezogenen Mitteln für Material und Preisgelder waren die Grundlage für das Vorhaben. Die Schüler mit den besten Entwürfen durften sich jeweils eine Truppe für die Verschönerungsaktion aussuchen. Andrea Hamacher betreute die Schüler des Arndt, ihre Kollegin Peuckert war für die Fichte-Schüler zuständig. Beide Kunstlehrerinnen standen den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite.

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Arndt und Fichte sind seit dem vergangenen Jahr wie eine Schule mit zwei Standorten. Diese gemeinschaftliche Aktion bietet auch die Möglichkeit zusammenzuwachsen.

Das Projekt weckt auch das Interesse der Passanten. Während des Malens bekamen die Schüler viel Lob. „So bleibt die Arbeit der Schüler nicht nur in der Schule, sondern sie wird auch außerhalb  gewürdigt“, sagt Menzer. Außerdem sind die Multifunktionsgehäuse in der Nähe, sodass die Schüler ihr Werk immer vor Augen haben. Neben der Abwechslung zum Schulalltag garantiert das gemeinsame Projekt ein bleibendes Ergebnis für die Zukunft.