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Krefeld: Sanierung des Hülser Kirmesplatzes soll im Frühjahr starten

Neubauprojekt in Krefeld : Kirmesplatz-Sanierung startet im Mai

Lange haben die Hülser auf die Sanierung des Kirmesplatzes gewartet. Nun soll es bald losgehen. Wenn der Platz fertig ist, baut ein Investor auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwache ein Mehrfamilienhaus.

Die alte Hülser Feuerwehrwache ist nur noch Erinnerung: Bagger und Schaufel haben die Abrissarbeiten, die letztendlich lange auf sich haben warten lassen, an der ehemaligen Heimstätte der Feuerbekämpfer erledigt. Die Sanierung des angeschlossenen Kirmesplatzes soll nach jetzigem Stand im Mai 2020 starten und gegen Ende desselben Jahres abgeschlossen sein.

Seit langem warten Bezirksvertretung und Bürgerschaft auf den Beginn der Sanierungsarbeiten des Hülser Kirmesplatzes. Es passierte eine geraume Zeit nichts, obwohl bereits 2016 sowohl die alte Feuerwehrwache an den Krefelder Investor Jörg E. Weitzel von Kueppersliving verkauft und die benötigten 800.000 Euro für die Platzsanierung im Haushalt der Stadt Krefeld erstmalig etatisiert wurden. „Ursprünglich sollte die Sanierung des Kirmesplatzes mit den Abriss- und Bauarbeiten auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände Hand in Hand gehen.  Um jedoch weitere Verzögerungen auszuschließen, hat die Bezirksvertretung Hüls die Platzsanierung von dem Bauvorhaben auf dem Gelände der alten Feuerwehrwache entkoppelt“, erklärt der Hülser Bezirksvorsteher Hans Butzen.

Der Abbruch und die sich anschließende Errichtung des Rohbaus des privaten Bauvorhabens sollten eigentlich planmäßig vor dem Beginn der Arbeiten auf dem Platz fertiggestellt sein, allerdings hatten Planungsverzögerungen sowohl beim Immobilienentwickler Kueppersliving wie auch beim Tiefbauamt, das heute als Kommunalbetrieb KBK firmiert, diesen ursprünglichen Ablaufplan zunichte gemacht. „Ohne verbindlichen Zeitplan des KBK für Anfang und Ende der Platzsanierung konnten wir verständlicherweise keine Bauaufträge erteilen, so haben  wir im letzten Jahr die ursprünglich geplante Reihenfolge in Abstimmung mit dem KBK und der Ortspolitik verändert auf Abbruch der Feuerwache, dann die Platzsanierung und danach den Neubau unseres Wohn- und Geschäftshauses“, sagt Jörg E. Weitzel, Geschäftsführer der Kueppersgruppe. Nach den Worten von Weitzel wäre Hüls auch nicht damit gedient gewesen, dass ein Neubau-Rohbau ein dreiviertel Jahr – ohne dass dieser weitergebaut worden wäre – im Hülser Stadtbild am Festplatz zu sehen gewesen wäre. Die in Krefeld ansässige Firma wird an dortiger Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus für rund 3,8 Millionen Euro errichten. Die geplanten 16 Wohnungen mit ein bis vier Zimmern sollen nach jetzigem Stand rund 40 bis 114 qm groß sein. Zusätzlich wird das Gebäude über eine halboffene Tiefgarage verfügen.

Nach der Beendigung des diesjährigen Hülser Frühlingsfestes soll mit der Platzsanierung begonnen werden. „Das Schützenfest wird 2021 wie gewohnt auf dem Kirmesplatz stattfinden können. Ende 2020 soll der Platz fertig sein“, erklärt SPD-Politiker Hans Butzen zuversichtlich. Nach Fertigstellung des Platzes beginnen die Aushub- und Bauarbeiten für das Neubauvorhaben.

Ungeklärt bleibt jedoch weiterhin die Frage nach Parkgebühren und einer möglichen Parkzeitbegrenzung auf dem neuen Platz. Auch eine Verlegung der Bushaltestelle Auf dem Graben von vor dem Netto-Discounter auf oder in unmittelbare Nähe zum dann sanierten Kirmesplatz bleibt ein ungeklärtes Politikum.