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Krefeld: Robert Habeck zieht rund 500 Anhänger in den Stadtgarten

Grünen-Chef zu Besuch in Krefeld : Robert Habeck zieht rund 500 Anhänger in den Stadtgarten

Der Grünen-Chef sprach vor der Kommunalwahl während seiner NRW-Tour. Er appellierte für konsequenten Klimaschutz in den Kommunen.

(svs) Für großes Interesse hat der Besuch des Grünen-Bundesvorsitzenden Robert Habeck in Krefeld gesorgt. Gut 500 Besucher kamen in den Stadtgarten, um den Bundespolitiker zu hören. Gemeinsam mit der NRW-Landesvorsitzenden Mona Neubaur tourt er im Vorfeld der Kommunalwahl durch das Bundesland. Er sprach in seiner rund 20-Minütigen Rede naturgemäß vor allem Bundesthemen wie die Katastrophe im Flüchtlingslager Moria an und sprach davon, das Untersagen von Hilfe, die Bundesregierung untersagt Kommunen, darunter Krefeld, Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen, sei schäbige Politik.

Habeck sagte, Kommunalpolitiker seien die wahren Helden der Demokratie, weil sie viel Zeit und Kraft opferten und dafür weder Anerkennung noch Geld bekämen. Er rief die Zuhörer dazu auf, den Klimawandel ernst zu nehmen. Der Schutz des Klimas fange in den Kommunen an. „Informieren Sie sich, bilden Sie sich eine Meinung und sammeln Sie Fakten. Aber bevor Sie ihre Stimme abgeben, halten Sie inne und überlegen sich, wer die eigenen Prioritäten am besten umsetzt“, appellierte er.

Zuvor hatte Krefelds grüner Oberbürgermeisterkandidat Thorsten Hansen seine Gedanken zu einem zukünftigen Krefeld skizziert. „Ich stehe für ein soziales und ökologisches Krefeld, das sich auf den Klimawandel einstellt, sowie für gute, neue Konzepte für Handel und eine belebte Innenstadt“, rief er den Anwesenden zu und erntete für seine durchaus intensive und inhaltsreiche Rede viel Applaus.

Kritik äußerte er einmal mehr am Kauf der RWE-Aktien durch die Stadtwerke Krefeld. „Ich sehe Plakate von SPD-Kandidaten, auf denen steht, dass sie nicht grün sondern knallgrün seien. Das finde ich schön, aber die Taten sagen etwas anderes“, kommentierte er süffisant.

Gemeinsam mit Habeck beantwortete er im Anschluss Fragen, die während der Veranstaltung gesammelt worden waren. Dann verabschiedete sich der prominente Gast zügig - es ging sofort nach Mönchengladbach, wo der nächste Termin wartete.