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Krefeld: Ringer Aline Focken und Jan Rotter heiraten

Weltklasse-Sportlerin Aline Focken : Krefelder Ringerin heiratet Ringer-Kollegen

Die Krefelder Weltklasseringerin Aline Focken wird am 2. Juni ihren langjährigen Verlobten, Ringer Jan Rotter, in einer freien Trauung in der Hülser Burgruine heiraten. Die beiden lernten sich - wie sollte es auch anders sein - beim Sport kennen.

Für Aline Focken wird ein Traum wahr, den sie schon als kleines Mädchen geträumt hat. Die 27-Jährige wird heiraten. Nicht irgendwo, sondern in der Hülser Burgruine. "Davon habe ich schon mein ganzes Leben lang geträumt. Ich bin halt ein Hülser Mädchen", sagt Deutschlands beste Ringerin über das bevorstehende Ereignis. Ihr Bräutigam ist ebenfalls im Ringersport zuhause: Jan Rotter gehört dem B-Kader der Ringer-Nationalmannschaft an.

Damit geht eine weitere Krefelderin eine "Spitzen-Sportler-Ehe" ein - wie einst schon die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin Anne Poleska mit dem früheren Weltklasse-Ruderer Jochen Urban oder die ehemalige Spitzen-Schwimmerin Wiltrud Urselmann, die mit dem früheren deutschen Wasserball-Nationalspieler Hermann Haverkamp verheiratet ist.

Auf der Matte kennengelernt

Seit 12 Jahren kennen sich Aline Focken und Jan Rotter, und kennengelernt haben sie sich passenderweise sozusagen auf der Matte. "Seinerzeit sind wir beide in Istanbul zum ersten Mal überhaupt bei einer Europameisterschaft der Junioren angetreten", erzählt die 27-Jährige, die im vergangenen Jahr erneut zu Krefelds Sportlerin des Jahres gewählt wurde. Anfangs war es nur ein flüchtiger Kontakt, doch die gemeinsamen Turniere häuften sich, und zwei Jahre später funkte es zwischen den beiden endgültig.

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Mittlerweile wohnt das Paar gemeinsam im Schwarzwald in Triberg, einem Städtchen mit gut 4800 Einwohnern im Regierungsbezirk Freiburg. "Wir haben uns erst einmal entschieden, dort zu wohnen, weil Jan in Baden-Württemberg einfach die besseren Trainingspartner findet. Das wird auch erst einmal so bleiben, aber nach unserer Karriere kann es auch sein, dass wir zurück nach Krefeld ziehen. Ich habe nach wie vor doppelten Wohnsitz und bin regelmäßig in Krefeld zu Gast, auch zum Training", sagt Aline Focken.

150 Gäste sind eingeladen

Am kommenden Montag werden die beiden nun im Schwarzwald heiraten. Zunächst standesamtlich, ehe es am folgenden Wochenende dann nach Krefeld geht, wo in Hüls vor 150 geladenen Gästen, vermutlich vielen Mitgliedern von Fockens Heimatverein KSV Germania Krefeld und etlichen weiteren Neugierigen eine freie Trauung erfolgen wird. "Jans Tante ist Standesbeamtin, sie wird uns trauen", erzählt die Olympiateilnehmerin von den Spielen in Rio 2016.

Natürlich fiebert sie schon ganz aufgeregt auf den großen Moment hin. Das Kleid ist bereits vor Monaten gekauft. Wie es aussieht, verrät sie freilich noch nicht - nur soviel: "Es ist weiß, elegant, mit viel Glitzer und eigentlich viel mädchenhafter als ich es selbst erwartet hätte, ohne aber ein Prinzessinnenkleid zu sein", schwärmt die 27-Jährige von dem vermutlich schönsten und teuersten Kleid ihres Lebens.

Wo geht die Hochzeitsreise hin?

Viel Zeit zum Flittern wird das Paar übrigens nicht haben. In zwei bzw. drei Wochen stehen für die beiden die Deutschen Meisterschaften im Ringen an, außerdem wird Aline Focken im Oktober zur Weltmeisterschaft nach Budapest reisen, nachdem sie verletzungsbedingt in diesem Jahr bereits die Europameisterschaft hatte sausen lassen müssen.

"Da bleibt zum Flittern erst danach Zeit", sagt sie. Zumal noch nicht feststeht, wo die Hochzeitsreise eigentlich hingehen soll: Vereinigte Arabische Emirate oder Thailand stehen aktuell zur Auswahl. Auf ihrem Flugticket wird dann übrigens auch ihr neuer Name auftauchen: Aline Focken-Rotter heißt sie ab kommendem Montag.

(oli)