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Krefeld: Rat am 20. Januar - Entscheidung zum Surfpark live im Internet

Krefelder Rat tagt am 20. Januar : Surfpark-Sondersitzung live im Internet zu sehen

Die Stadt rechnet bei der Sondersitzung des Krefelder Stadtrates zum Surfpark mit großem Zuschauer-Interesse und weist auf Zutrittsregeln hin.

(vo) Die Stadt rechnet offenbar mit großem Pubikumsinteresse an der Sondersitzung des Rates am Donnerstag, 20. Januar, 17 Uhr, im Seidenwebehraus über den geplanten Surfpark am Elfrather See. Die Sitzung wird wie üblich im Internet übertragen. Der Zugang ist am Sitzungsabend ab circa 17.30 Uhr über www.krefeld.de/ratsportal möglich. Dort ist auch die Tagesordnung zu finden. Persönlich dürfen wegen Corona nur maximal 25 Besucher plus fünf barrierefreie Plätze für Besucher bereitgestellt werden. Für die Teilnahme gilt die 3G-Regelung, dementsprechend ist die Vorlage eines Nachweises erforderlich. Zudem müssen die Teilnehmenden im gesamten Gebäude mindestens medizinische Masken tragen.

Die Debatte darüber hatte sich in den vergangenen Tagen zugespitzt; die Gegner des Projekts, die vor allem Klimaschutzgründe geltend machen, hatten sich in den vergangenen Tagen gemeldet – dazu gehört Fridays for Future Krefeld und ein Bündnis aus den Ratsgruppen WUZ/ UWG die Linke sowie dem Ratsmitglied Salih Tahusoglu (“wir Krefeld“), unterstützt von Nabu, Bund, wirstadt.org, attac und BIENE. Bisher haben sich nur die SPD und die AFD klar für den Surfpark ausgesprochen; Grüne und CDU sind noch unentschlossen. 

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Konkret geht es am 20. Januar um die Offenlage der Unterlagen zur Bürgerbeteiligung. Wenn der Rat die Offenlage beschließt, haben im Anschluss alle Bürger sechs Wochen lang Gelegenheit, die Unterlagen zum Bebauungsplan und zur Änderung des Flächennutzungsplans selbst einzusehen und dazu Stellung zu nehmen.

In der Ratssitzung am 9. Dezember war die Vertagung auf eine Sondersitzung mit breiter Mehrheit beschlossen worden. Hintergrund sind die umfangreichen Gutachten zu dem geplanten Vorhaben.

Die Stadt Krefeld hat die Rahmenbedingungen für den Bau eines Surfparks am Elfrather See in den vergangenen zwei Jahren prüfen lassen – etwa in den Bereichen Verkehr, Lärm, Lichteffekte, Artenschutz und Landschaftsbild. Am Ende kommen die Gutachter zum Ergebnis, dass die Planungen rechtlich umsetzbar sind. Auch die notwendige Änderung des Regionalplans wurde inzwischen vom Regionalrat der Bezirksregierung beschlossen.

Der Surfpark mit Wavegarden-Technologie und der Campingplatz sollen knapp neun Hektar Fläche umfassen. Im Dezember 2019 hatten die Stadt Krefeld und der Projektentwickler Elakari eine Absichtserklärung für das Projekt unterzeichnet. Anfang Februar 2020 hat der Stadtrat den einleitenden Beschluss für die erforderlichen Bauleitplanverfahren gefasst. Elakari möchte für die Surfanlage mit Gastronomie-, Sport- und Freizeitangeboten rund 30 Millionen Euro investieren. Neben der Surflagune sind dort Flächen für Beach-Soccer, Volleyball, Pumptrack und Klettern vorgesehen. Wenn der Rat nach der Beteiligung seine finale Zustimmung gibt, könnte der Surfpark am Elfrather See im Sommer 2024 eröffnen.

Die Sport- und Freizeitfunktion des gesamten Areals am Elfrather See soll parallel in den kommenden Jahren gestärkt und ausgebaut werden. Dafür entwickelt die Stadt unter Beteiligung von Vereinen und Bürgerschaft den „Masterplan Elfrather See“, der unter anderem die Reaktivierung des Badesees, frei verfügbare Sport- und Freizeitangebote und naturnahe Nutzungen vorsieht.