Demonstration in Krefeld Zweirad-Protest gegen Schlagloch-Pisten – „Fahrrad-Welle auf den Wällen“

Krefeld · Am Samstag, 1. Juni, werden sich Krefelder für eine klimagerechte Verkehrswende und mehr Sicherheit für Radfahrer im Straßenverkehr einsetzen. Dazu werden sie aufs Fahrrad steigen und über die vier Wälle fahren. Was genau geplant ist.

Zahlreiche Teilnehmer kamen 2022 zur Fahrrad-Demonstration. Auch in diesem Jahr hoffen ADFC und FFF auf viel Zuspruch.

Zahlreiche Teilnehmer kamen 2022 zur Fahrrad-Demonstration. Auch in diesem Jahr hoffen ADFC und FFF auf viel Zuspruch.

Foto: Karl-Heinz Renner

Zu einer familienfreundlichen Fahrrad-Demo rufen Fridays For Future (FFF) und der ADFC am Samstag, 1. Juni, auf. Unter dem Slogan „Fahrrad-Welle auf den Wällen“ sollen die Teilnehmer ab 14 Uhr ab Joseph-Beuys-Platz auf den Krefelder Wällen die seit Jahren überfällige Radwegsanierung einfordern. Die Demonstration ist Teil der bundesweiten Aktionstage für eine „soziale und klimagerechte Verkehrswende“.

Egal ob mit Kinder- oder Lastenrad, mit E- oder Mountain-Bike, alle Krefelder auf umweltfreundlichen Zweirädern sind bei dem Protest willkommen, gerne auch mit selbst gemachten Plakaten, auf denen Fotos von Krefelder Schlaglöchern zu sehen sind. Im Anschluss gibt es zwischen 15 und 17 Uhr Redebeiträge vom NRW-ADFC-Vorsitzenden Axel Fell, von Björna Althoff (FFF) und Heino Thies vom ADFC. Andreas Domanski, Krefelder ADFC-Vorsitzender, betont: „Wir haben in Krefeld viele Familien, die sich kein Auto leisten wollen oder können. Es ist eine Frage der Flächengerechtigkeit und auch der sozialen Gerechtigkeit, dass endlich für alle Radfahrenden sichere und attraktive Wege geschaffen werden.“

Die Krefelder Fridays for Future Klimaaktivisten haben die am Vortag stattfindende europaweite Klima-Demonstration für Krefeld auf die Fahrrad-Demonstration am 1. Juni verschoben und wirken ebenfalls mit. Klimaaktivistin Björna Althoff erklärt dazu: „Die Umsetzung der Verkehrswende erhält durch die Klimakrise eine Dringlichkeit, die tagtäglich wahrnehmbar und wissenschaftlich bewiesen ist, aber noch nicht auf allen politischen Ebenen angekommen ist. Die Verkehrsemissionen stagnieren auf hohem Niveau in Deutschland und das obwohl einfache Maßnahmen längst klar sind.“

Die Demonstranten setzen sich bei ihrer Tour über die vier Wälle – begleitet von Lastenrädern mit Musikboxen – für mehr Sicherheit auf Schul- und Radwegen, für eine stadtweite Öffnung der Einbahnstraßen, für mehr Sicherheit in Kreuzungsbereichen und bei Abbiegevorgängen sowie für stadtweite Radachsen ein. Sinnvoll sei zudem, einen grünen Pfeil für den Radverkehr und einen „Feuerwehrtopf“ für extrem gefährliche Schlaglöcher einzuführen. Der Sanierungsstau müsse beendet und das Radverkehrskonzept endlich beschlossen werden, fordern die Organisatoren und führen als weitere Punkte auf ihrer Liste geschützte Fahrrad-Parkplätze in der Innenstadt, Tempo 30 in Kreuzungsbereichen und die stärkere Ahndung von irregulärem Parken in Kreuzungsbereichen auf.

Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung von Rob Sure, der nicht nur singt, sondern auch verschiedene Instrumente beherrscht. „Snacks to go“ werden bei den „Geschwisterherzen“ am Joseph-Beuys-Platz angeboten.

(bk)
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