Krefeld: Quintett der Niederrheinischen Sinfoniker spielt Kammerkonzert

Quintett der Niederrheinischen Sinfoniker : 4. Kammerkonzert – der Romantik verpflichtet

Ein Quintett der Niederrheinischen Sinfoniker stellt Romantisches in unterschiedlichen Facetten dar.

„Das war der Tag der weißen Chrysanthemen, mir bangte fast vor seiner Pracht“, so heißt es in einem Gedicht der Sammlung „Traumgekrönt“ von Rainer Maria Rilke, das sich die Musiker Anna Maria Brodka und Noh Yun Kwak (Violine); Laura Krause (Viola); Lorena Meiners (Violoncello) sowie Georg Paltz (Klarinette und Bassklarinette) als sprachliches Pendant für ihr Kammermusikprogramm ausgewählt haben.

Im Glasfoyer des Krefelder Theaters erklingt zunächst Alexander Glasunows „Rêverie orientale“ für Klarinette und Streichquartett, das in berückend sanfter Tonsprache osteuropäische und orientalische Klänge verbindet.

Kraftvolle Brillanz, Lebendigkeit und warme Empfindungen zeichnen das erste Streichquartett, a-Moll op.41 Nr.1 von Robert Schumann aus, das seine Gattin Clara „bis in‘s Kleinste entzückte.“

Selten zu hören ist das „Phantasy Quintet“ op.93, das der Engländer York Bowen (1884-1961) für Bassklarinette und Streichquartett komponierte. Bowen, dessen reichhaltiges kompositorisches Oeuvre wenig bekannt ist, wurde bereits im Alter von 25 Jahren Professor an der Royal Academie of Music. In seinem „Phantasy Quintet“ sind spätromantische uns impressionistische Einflüsse eindrucksvoll verwoben.

4. Kammerkonzert: Sonntag, 26. Mai, 11 Uhr, Foyer des Theaters Krefeld. Eintritt: 13.50 bzw.9.50 Euro. Kartenreservierungen unter Rufnummer:02151 805125

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