Kultur in Krefeld Erste Quilt-Ausstellung in Bockumer Kirche

Krefeld · Am 2. Dezember startet in der Christuskirche eine besondere Ausstellung. Rund 80 handgearbeitete Decken sind ein Augenschmaus und machen Lust aufs Quilten. Doch voraus besteht der Leguan?

 Die ganze Vielfalt der Quilts zeigt eine Ausstellung in der Christuskirche in Bockum.

Die ganze Vielfalt der Quilts zeigt eine Ausstellung in der Christuskirche in Bockum.

Foto: Bianca Treffer

Wenn am 2. Dezember um 15 Uhr in der Christuskirche der Startschuss für den traditionellen Adventsbasar fällt, dann beginnt damit gleichzeitig eine Premiere in der Bockumer Kirche. Zum ersten Mal zieht eine Quilt-Ausstellung in den Gottesraum ein.

„Wir haben die Vorbereitungen in der Kirche bereits abgeschlossen“, sagt Brigitte Schäfers, eine der Ausstellerinnen. Über fünf Stunden lang gingen zwölf Helfer in den Einsatz, um die Quilts an den Wänden und der Empore in der Kirche aufzuhängen. Wobei man von Seiten der Kirche eigens Leisten angebracht habe, um die Stoffarbeiten aufhängen zu können, wie eine Vertreterin des Küsters informiert.

Wo sonst kahle Mauern das Bild bestimmen, sind nun Farben und Leben eingezogen. Quilts der unterschiedlichsten Größen und Motive zieren die Wände. Es gibt Arbeiten von 50 mal 60 Zentimetern, aber auch Werke von 2 mal 2,50 Meter. Ob der gigantische Leguan, der aus unzähligen Stoffdreiecken zusammengesetzt wurde, oder der Quilt mit dem Titel „Laurel Burch-Christmas“, der von zahlreichen Weihnachtsmotiven bestimmt ist, die von Tannenbäumen, über denen Mondsicheln stehen, eingerahmt sind – eine jede der handwerklichen Näharbeiten ist ein Hingucker.

 Auch weihnachtliche Quilts fehlen in der Ausstellung nicht.

Auch weihnachtliche Quilts fehlen in der Ausstellung nicht.

Foto: Bianca Treffer

Es gibt Klassisches, wie den „Double Weding Ring“, aber auch Modernes wie die japanische Reihenhaussiedlung, die aus vielen kleinen Häusern besteht, die aus den unterschiedlichsten Blumenmustern sowie weiteren Stoffmustern gearbeitet wurden. Die farbige Skyline von New York, Sternenzauber, maritime Quilts, Rauten in Regenbogenfarben oder Motive wie ein Tannenbaum oder ein Segelschiff, die ganze Vielfalt der Patchworkarbeiten wird deutlich.

Dieser Leguan besteht aus unzähligen kleinen gequilteten Dreiecken.

Dieser Leguan besteht aus unzähligen kleinen gequilteten Dreiecken.

Foto: Bianca Treffer

Hinter der Ausstellung stehen gleich drei Patchwork-Kurse, die allesamt im Katholischen Forum angesiedelt sind. Insgesamt sind es 23 Frauen, die rund 80 Quilts zeigen, die so bislang noch in keiner Ausstellung zu sehen waren. Der Kontakt zur Kirche entstand dabei über eine Kursteilnehmerin. Die Kursleitungen fragten nach, ob es möglich wäre die Arbeiten zu zeigen, und stießen auf offene Türen.

„Wir möchten einfach einmal diese schöne Nähkunst zeigen und vielleicht bei dem ein oder anderen die Lust auf das Quilten wecken“, sagt Schäfers. Verkauft werden die Arbeiten nicht. Sie sind rein zum Anschauen da. Die Ausstellung selber vergrößert sich ab dem 6. Dezember. „Dann können wir neben dem Kirchenraum auch das Foyer nutzen. Dort bestücken wir den Raum mit weiteren Arbeiten, darunter auch viele Babyquilts“, sagt Schäfers.

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