Moltke und Gesamtschule Kaiserplatz in Krefeld betroffen Fahrräder von Schulhöfen gestohlen – Mann wegen Diebstahls verurteilt

Krefeld · Es sollte ein Seriendiebstahl werden: Ein Mann klapperte mit einem Lieferwagen Schulhöfe ab, um Räder zu stehlen. Nun wurde er verurteilt. Auch ein dreister Versuch, einen Supermarkt bestehlen, wurde ihm zur Last gelegt.

Am Krefelder Landgericht, 2. Große Strafkammer, fiel jetzt das Urteil gegen einen 33-jährigen rumänischen Staatsbürger mit Wohnsitz in Krefeld. Der Mann erhielt wegen Diebstahls in zwei Fällen und wegen versuchten Diebstahls eine Gesamtfreiheitsstrafe in Höhe von einem Jahr und drei Monaten mit Bewährung.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der nun Verurteilte Ende März 2023, gemeinsam mit einem gesondert verfolgten Mann, drei Fahrräder im Gesamtwert von über 1000 Euro vom Gelände der Gesamtschule am Kaiserplatz entwendet hatte. Wenig später versuchten die beiden Männer zudem, ein Fahrrad am Gymnasium am Moltkeplatz zu stehlen. Dabei wurden sie jedoch von einem Lehrer beobachtet und schließlich angesprochen, woraufhin die Täter zu Fuß flüchteten. Der Lehrer, der auch im Zeugenstand aussagte, rief erst mit seinem Handy die Polizei und folgte den Männern dann zu Fuß. Kurz darauf konnten die herbeigerufenen Beamten den nun Verurteilten und seinen Kumpanen stellen. Außerdem wies der Lehrer die Polizisten auf einen „verdächtig wirkenden“ weißen Lieferwagen mit rumänischem Kennzeichen hin, der in der Nähe des Moltke-Gymnasiums geparkt stand. In diesem Wagen entdeckten die Beamten die drei zuvor entwendeten Fahrräder.

Ende Mai 2023 betrat der 33-Jährige, diesmal allein, einen Supermarkt auf der Kempener Straße in Hüls und befüllte dort einen Einkaufswagen mit Waren im Wert von über 400 Euro. Der Mann verließ das Geschäft aber, ohne zu bezahlen. Ein Kunde machte einen Mitarbeiter des Supermarktes auf diesen Vorgang aufmerksam. Dieser ging dem Verurteilten nach und sah, wie der Mann auf dem Supermarkt-Parkplatz das Diebesgut in einen Pkw lud. Daraufhin sprach der Mitarbeiter den Betreffenden an und forderte ihn auf, seinen Kassenbon zu zeigen. „Doch der Mann ignorierte mich und stieg in sein Auto ein“, erläuterte der Mitarbeiter im Zeugenstand. Mittlerweile sei noch der Marktleiter dazugekommen und habe versucht, die Beifahrertür des Pkw zu öffnen. Der Zeuge selbst stellte sich mit dem Einkaufswagen hinter das Auto. Der Fahrer „legte den Rückwärtsgang ein und fuhr schnell nach hinten“. Ob er gesehen habe, dass jemand direkt hinter dem Auto stand, „kann ich nicht sagen“, ergänzte der Mitarbeiter. Jedenfalls sei er schnell zur Seite gesprungen. Der Mann habe dann Gas gegeben und „ist weggefahren.“ Da es dem Zeugen aber zuvor gelungen war, ein Foto vom Auto-Kennzeichen zu schießen, konnte die herbeigerufene Polizei den Mann bereits auf der Hülser Straße stoppen.

Die Kammer entschied sich hier, eine Bewährungsstrafe zu verhängen, da der 33-Jährige bisher noch nie straffällig in Erscheinung getreten ist und ihm zudem nicht nachgewiesen werden konnte, dass er den Supermarkt-Mitarbeiter anfahren wollte.

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