Donnerstag ist Warntag Probealarm des Sirenennetzes in Krefeld

Krefeld · Im Stadtgebiet werden am kommenden Donnerstag, 8. Dezember, die 41 Sirenen dreimal ausgelöst. Parallel warnt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) um 11 Uhr per Handy.

 Die 41 Sirenen in Krefeld werden am Donnerstag getestet.

Die 41 Sirenen in Krefeld werden am Donnerstag getestet.

Foto: Feuerwehr

An diesem Donnerstag, 8. Dezember 2022, werden nicht nur die 41 Sirenen in der Seidenstadt heulen – in Krefeld werden auch zehntausende Handys gleichzeitig gegen 11 Uhr mit einem lauten Warnton schrillen. Denn das neue Katastrophen-Warnsystem Cell Broadcast wird erstmals getestet.

Der Probealarm erfolgt im Rahmen des bundesweiten Warntages. Im Stadtgebiet werden dann die Sirenen dreimal ausgelöst. Als erstes Signal wird um 11 Uhr ein Dauerton von einer Minute mit der Bedeutung „Entwarnung“ ausgelöst. Danach erfolgt um 11.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton mit der Bedeutung „Radio einschalten und auf Durchsagen achten“. Bei tatsächlichen Schadensereignissen würden dann umgehend Informationen im Lokalsender gesendet. Zum Abschluss um 11.12 Uhr erfolgt nochmals ein einminütiger Dauerton mit der Bedeutung „Entwarnung“.

Im Programm des Radiosenders „Welle Niederrhein“ werden an diesem Tag Informationen und Hinweise gegeben. Am 8. Dezember werden auch über die zentrale Bürgerinformation der Stadt unter der Telefonnummer 0 21 51 / 19 70 0 und auf der Internetseite www.krefeld.de Informationen bereitgestellt. Diesen Service bietet die Feuerwehr immer an, wenn im Stadtgebiet ein größerer Einsatz stattfindet, von dem viele Bürger betroffen sein könnten.

Zukünftig warnt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) per Handy vor drohenden oder sich ausbreitenden Notfällen und Katastrophen. Zu Testzwecken wird es dafür am Warntag ab 11 Uhr einen Probealarm auch auf die Handys geben. Informationen, welche Mobiltelefone für diesen Cell Broadcast Service ausgelegt sind, gibt es auf der Internetseite des BBK www.bbk.bund.de. Zudem steht mit der Warn-App „Nina“ ein weiteres Warninstrument zur Verfügung. Nina steht für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“. Technischer Ausgangspunkt für Nina ist das „Modulare Warnsystem des Bundes“ (MoWaS).

Die Stadt Krefeld kann dieses Warnsystem nutzen und unter anderem Warnmeldungen für lokale Gefahrenlagen herausgeben. Mit Nina wird dann parallel zu den bisherigen Möglichkeiten aktiv über aktuelle Gefahren informiert, denn eine sogenannte Push-Funktion macht auf neue Warnungen aufmerksam. Der Bürger kann die Warn-App für die Betriebssysteme iOS (ab Version 8.0) und Android (ab Version 4) nutzen. Die App ist kostenfrei erhältlich über iTunes und den Google Playstore.

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