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Krefeld: Polizei warnt vor Sexfalle im Internet​

Intime Videos verschickt : Krefelder Polizei warnt vor Sexfalle im Internet

Fahnder der Kripo berichten, dass immer wieder Internet-Nutzer nach einem „Sex-Chat“ Opfer von Erpressungen werden. Es gehe dabei oftmals um mehrere tausend Euro, die die Anrufer haben wollen. Die Polizei spricht eine Warnung aus.

Ein Krefelder hat im Internet eine Frau kennengelernt – kurz darauf ist er erpresst worden. Davor warnte jetzt die Polizei. Nach Aussage der Kripo seien die beiden in einer Facebook-Gruppe ins Gespräch gekommen und hatten sich zunächst über alltägliche Themen ausgetauscht. „Nachdem die Nachrichten immer intimer geworden waren, gingen sie zu einem Videochat über, in dem der Mann sexuelle Handlungen an sich selbst vornahm. Dabei war auch sein Gesicht zu erkennen“, beschreibt ein Polizeisprecher den Ablauf. Danach teilte die Unbekannte dem Krefelder mit, dass sie alles aufgezeichnet habe und er nun Geld bezahlen müsse, damit die Aufnahmen nicht an seine Facebook-Kontakte verschickt werden. Das Problem: Nachdem der Mann auf die Drohung nicht reagiert hatte, bekamen einige seiner Freunde tatsächlich Screenshots aus dem intimen Video zugesandt. „Auch sie wurden aufgefordert, Geld zu zahlen, damit das Video gelöscht würde“, so die Kripo. „In diesem Fall hatte der Mann den Mut, Strafanzeige zu erstatten. Oft ist die Masche für die Betroffenen so schambehaftet, dass sie sich nicht an die Polizei wenden und den Zahlungsforderungen womöglich sogar nachkommen – in der trügerischen Hoffnung, dass die Fotos oder Videos dann nicht veröffentlicht werden. Hinter solchen Erpressungen auf sexueller Basis stecken oft organisierte Banden.“ Die Fahnder der Kripo berichten, dass immer wieder Internet-Nutzer nach einem „Sex-Chat“ Opfer von Erpressungen werden. Es gehe dabei oftmals um mehrere tausend Euro, die die Anrufer haben wollen, heißt es. Die Opfer seien meist zwischen 18 und 45 Jahre alt. Die Ermittlungen würden sich als schwierig gestalten, da die Internetanschlüsse der Täter beziehungsweise der Täterinnen in der Regel im Ausland registriert seien.