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Krefeld: Polizei und Verwaltung beenden freikirchlichen Gottesdienst

Coronaschutzverordnung in Krefeld : Polizei und Verwaltung beenden freikirchlichen Gottesdienst

Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) haben am Freitag einen Gottesdienst einer freikirchlichen Gemeinde in Krefeld geräumt. „24 Personen und der Pfarrer haben teilgenommen“, so Oberbürgermeister Frank Meyer.

Der Verwaltungschef weist darauf hin, dass die Coronaschutzverordnung auch in solchen Fällen einzuhalten sei. Ob es zur Einleitung von Bußgeldverfahren gekommen ist, konnte Meyer nicht sagen. Der Gottesdienst sei sofort beendet worden. „Ich verstehe, dass sich Menschen religiös treffen wollen und habe davor höchsten Respekt, aber die aktuellen Regeln gelten auch hier. Sie sind eindeutig und sinnvoll“, ergänzt Meyer.

In Krefeld wurden aktuell 251 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet – das sind elf mehr als am Vortag. 75 Menschen gelten inzwischen als genesen. Aktuell werden 21 Erkrankte in Kliniken behandelt, davon müssen sechs auf der Intensivstation beatmet werden. Die Zahl der Abstriche im städtischen Diagnosezentrum an der Schwertstraße ist auf 2474 Proben gestiegen.

Im Helios-Klinikum hat es einen Corona-Toten gegeben. Der über 80-jährige Patient war aus einer Nachbargemeinde zur Behandlung in die Krefelder Klinik überwiesen worden. Das Helios-Klinikum hat derweil auch zwei niederländische Corona-Patienten aufgenommen, die dort intensivmedizinisch behandelt werden. „Bei aller Tragik finde ich es toll, dass wir die Möglichkeit haben, hier zu helfen“, sagt Meyer. Im Blick haben Polizei und Ordnungsdienst auch das zu erwartende sonnige Wetter mit steigenden Temperaturen am Wochenende. „Polizei und Ordnungsdienst sind im Einsatz, sollten größere Probleme auftreten, können wir entsprechendes Personal nachziehen“, sagt der Verwaltungschef.

Ab sofort wird die Notbetreuung in den Kitas auch auf die Kinder ausgeweitet, die zuvor schon vom „Jugendamt genauer beobachtet“ wurden, berichtet der zuständige Fachdezernent Marcus Schön. Der Beigeordnete erklärt, dass für die rund 80 Kinder zusätzlich Gruppen in der Notbetreuung eingerichtet werden. „Kinderschutz muss auch in diesen Zeiten lebbar sein“, erklärt Schön, der die entsprechenden rechtlichen Änderungen durch Land und Bund ausdrücklich begrüßt. Aktuell gehen in Krefeld 175 Schüler in die Notbetreuung sowie dann 250 Kinder in die Kitas. Die Größe der Gruppen ist auf fünf Personen begrenzt.