Stadt verhängt Auskunftssperren 767 Krefelder sind offiziell in Lebensgefahr

Krefeld · In Zeiten von mehr Hass und Gewalt denkt die Bundesregierung über die Überarbeitung eines Gesetzes nach: Danach könnten Politiker, Journalisten und andere Gefährdete besser geschützt werden. In Krefeld gehören rund 800 Personen zu der Gruppe.

 Gefährdete Menschen können bei den Behörden eine Auskunftssperre beantragen, damit kein ungebetener Besuch vor der Türe steht, der zur Bedrohung werden kann. In Krefeld sind es aktuell 767 Männer und Frauen, die von der Regelung Gebrauch gemacht haben.

Gefährdete Menschen können bei den Behörden eine Auskunftssperre beantragen, damit kein ungebetener Besuch vor der Türe steht, der zur Bedrohung werden kann. In Krefeld sind es aktuell 767 Männer und Frauen, die von der Regelung Gebrauch gemacht haben.

Foto: dpa

Menschen, deren Leben, Gesundheit oder Freiheit gefährdet ist, können von den Kommunen verlangen, ihre Einträge im städtischen Melderegister zu sperren und jegliche Auskunft über ihre Person und ihren Wohnort zu verweigern. Das betrifft eine Vielzahl von Männern und Frauen – auch in der Stadt Krefeld. „Von den derzeit 767 eingetragenen Auskunftssperren in Krefeld entfallen 340 auf Männer und 427 auf Frauen“, informierte eine Stadtsprechern auf Anfrage unserer Redaktion. Polarisierung und Hass im Internet und der realen Welt nehmen offenbar zu. Immer mehr Menschen fühlen sich bedroht.