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Krefeld: Politik will Teil der Rheinstraße für Verkehr schließen

Bauausschuss tagte : Politik will Teil der Rheinstraße für Verkehr schließen

70.000 Euro werden kurzfristig investiert, 36 Fahrradständer und 88 Poller zwischen Königstraße und Ostwall aufgestellt.

Die Politik hat den Wildparkern auf der Rheinstraße zwischen Königstraße und Ostwall den Kampf angesagt. Mit großer Mehrheit beauftragten die Ratsvertreter die Verwaltung mit einem Prüfauftrag, ob das Teilstück für den fließenden Verkehr geschlossen werden kann. „Das Teilstück, das sowieso mehr einer Fußgängerzone als einer Durchgangsstraße ähnelt, sollte nur noch für Fahrräder und den Lieferverkehr freigegeben werden“, so Manfred Läckes, baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Die Diskussion um eine Reduzierung des Verkehrs auf besagtem Stück der Rheinstraße ist lang. Bereits Anfang 2018 fand mit allen betroffenen Fachbereichen der Stadt eine Begehung statt, bei der die Problematik des Wildparkens begutachtet und festgestellt wurde. Es wurde vereinbart, dass die vorhandenen Baumschutzbügel auf der Rheinstraße zwischen Dionysiusplatz und Ostwall entfernt werden, wenn durch die Platzierung von Pollern und Fahrradanlehnbügel weiterhin ein Aufprallschutz gewährleistet wird. Da ordnungsbehördliches Einschreiten gegen die Falschparker bislang keine Wirkung zeigt, wurde unter Berücksichtigung der bestehenden und zu erwartenden Außengastronomiebereiche, der Aufstellflächen des Bauern- und des Weihnachtsmarktes sowie der erforderlichen Feuerwehrzufahrt vom Ostwall durch den Fachbereich Stadt- und Verkehrsplanung ein verwaltungsintern abgestimmter Gestaltungsentwurf vom Dionysiusplatz bis zum Ostwall gefertigt. Dieser sollte durch das Aufstellen von Pollern und zusätzlichen Fahrradanlehnbügel einen  Abbau der Baumschutzgitter ermöglichen und im Bereich Rheinstraße zwischen Königstraße und Ostwall ein Wildparken verhindern. Da das rücksichtslose Wildparken eine Gefährdung für Radfahrer und Fußgänger darstellt und zwischenzeitlich ein zunehmender Leerstand inklusive ausbleibender Kundschaft zu erkennen sei, will die Verwaltung kurzfristig aktiv werden. 70.000 Euro sollen investiert, 36 Fahrradständer und 88 Poller aufgestellt werden. „Das Chaos auf diesem Stück Rheinstraße ist unerträglich, die Verwaltung sollte die Straße einziehen“, so Läckes.

Warnende Worte kamen in diesem Zusammenhang  von Jürgen Hengst, Sprecher der SPD im Bauausschuss: „Grundsätzlich begrüßen wir eine Einziehung der Straße. Doch vorab sollte geprüft werden, welche Konsequenz  dies für den abfließenden Verkehr aus dem Behnisch-Parkhaus hat, der derzeit auch die Rheinstraße nutzt.“ Sollte dieser künftig ausschließlich  die St.-Anton-Straße fließen, würde das dort zu einem höheren Pkw-Aufkommen führen. Hengst: „Das ist ergänzend unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, dass die St.-Anton-Straße ebenfalls mittelfristig verkehrsberuhigt werden soll.“