Krefeld: Pirinzenproklamation im Seidenweberhaus

Prinzenproklamation im Seidenweberhaus : Andreas II. und Claudia II. sind nun auch offiziell in Amt und Würden

Oberbürgermeister Frank Meyer hielt bei der Proklamation im Seidenweberhaus die Laudatio auf das neue Prinzenpaar der Stadt Krefeld.

Jetzt ist es auch offiziell in jecken Amt und Würden: Das Krefelder Prinzenpaar Andreas II. und Claudia II. Dams wurde mit viel guter Laune im Seidenweberhaus proklamiert. Schon bei mehreren früheren Veranstaltungen hatten die beiden gesagt, dass sie diesem Termin mit besonderer Erwartung entgegensähen – und sie wurden nicht enttäuscht. Das Comittee Crefelder Carneval hatte ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt und alle Krefelder Karnevalsgesellschaften eingebunden: Der Elferrat bestand aus den Präsidenten der Vereine, und auf dem Podium wurden fast alle Standarten der CCC-Vereine präsentiert, sagte Sitzungspräsident Christian Cosman.

Zum Auftakt sorgten „Jeck United“ dafür, dass das Publikum in die passende jecke Bewegungsabfolge geriet. Ein beeindruckendes Bild bot die Prinzengarde auf der Bühne – es „knubbelte“ sich ein bisschen, aber der Tanz von Mariechen und Tanzoffizier ging einwandfrei über die Bühne. Die „Köbesse“ aus Köln sorgten für musikalische Abwechslung von Rock über schunkeln bis zu heillos romantisch. Zum dritten Mal präsentierte die „Vereinigte Krefelder Tanzgarde“ mit knapp 40 Tänzern/-innen aus allen Krefelder Gesellschaften ihren Tanz und erhielt begeisterten Beifall.

Danach hielt Oberbürgermeister Frank Meyer die Laudatio auf das zu proklamierende Paar und lieferte eine Rede in Versform. Er sei am 11.11 ins Liverpooler Exil geschickt worden, weil das Prinzenpaar eben nur eines wollte – die Macht in Krefeld. Bei seiner Rückkehr habe er eine Stadt im Chaos vorgefunden: Der Trainer (des KFC Uerdingen) übt fliegen, im Bockumer Bad wimmele es von Millionen Legionellen und „ein Knall, ein Blitz, es werde Nacht – der Puff hat einfach puff gemacht“. Er sei sicher, das werde eine „bombige Session – mit ‚ner Pappnas‘ im Gesicht“.

Danach kam für das Prinzenpaar der große Moment – und es enttäuschte das Publikum nicht. „Der Prinz – ich bin‘s / Es ist soweit – Lieblichkeit“ stellten sich beide vor. Der Prinz definierte: „Die Tracht des Rheinlands ist das Karnevalskostüm“ – musste aber eine Enttäuschung aus dem Publikum erleben: Besucher „Achim Nörgelmann“ (Spitzname AchNö) ließ kein gutes Haar an dem Thema – aber es gelang dem Prinzenpaar, den nörgelnden Besucher musikalisch zu überzeugen, sodass er am Ende seinen Namen in „Helmut Laumann“ (Spitzname HeLau) ändern wollte. Danach erschufen Tollität und Lieblichkeit eine „Sitzung in der Sitzuung“, um die Minister vorzustellen.

Der Auftritt insgesamt sorgte für Begeisterung im Saal – brachte aber wegen „Überlänge“ das folgende Programm in Schwierigkeiten. Hannes Kockers – CCC-Literat verzichtete auf seinen Auftritt, sodass die anderen Künstler einigermaßen im Zeitplan blieben.