Krefeld: Pinguine sind gerettet durch Kapitalerhöhung

Gesellschafter tagten : Rettung der Pinguine durch Kapitalerhöhung

Aufatmen für die Krefelder Eishockey-Fans: Die Pinguine stehen vor der Rettung. Die Gesellschafter einigten sich auf eine Kapitalerhöhung. Jetzt soll ein weiterer Gesellschafter die neuen Anteile erwerben.

Mit einer positiven Entscheidung endete am Donnerstagabend die zweite Gesellschafter-Versammlung der KEV Pinguine Eishockey GmbH innerhalb von zehn Tagen. Alle Gesellschafter oder deren Vertreter, darunter erneut der Düsseldorfer Anwalt von Mikhail Ponomarev, sprachen sich klar dafür aus, die avisierte Stammkapitalerhöhung um 750.000 Euro auf dann 1,5 Millionen Euro zu beschließen. Hierzu müssen einige formelle Voraussetzungen erfüllt werden. Ein Notar wird unverzüglich mit der Erstellung der erforderlichen Dokumente beauftragt. Die Gesellschafter werden sich daraufhin kurzfristig beim Notar einfinden. Die Einladungsfrist beträgt 14 Tage. Zusätzlich werden weitere Verhandlungen über den Verkauf von Gesellschaftsanteilen geführt. „Ich bin jetzt durchaus positiver gestimmt als noch vor 48 Stunden“, sagte Geschäftsführer Matthias Roos, der in den vergangenen Tagen viele Gespräche mit Ponomarevs Anwalt geführt hat.

Durch die Kapitalerhöhung fließt frisches Geld in die Pinguine-Kasse. Dort soll durch angebliche Zusagen Ponomarevs, denen keine Zahlungen folgte, aus der vergangenen und der laufenden Saison ein Loch in Höhe von insgesamt 1,1 Millionen Euro entstanden sein.

Die positive Entscheidung verbreitete sich nach Ende des Meetings gegen 20 Uhr in den sozialen Netzwerken in Windeseile und sorgte bei den KEV-Fans für große Erleichterung. Denn es besteht jetzt wieder große Hoffnung, dass die Pinguine nicht nur die laufende Saison beenden werden, sondern auch der DEL-Standort Krefeld eine Zukunft besitzt.

Wie der neue Investor heißt, soll auf dessen Wunsch erst bekanntgegeben werden, wenn die Zustimmung der Kapitalerhöhung auch beim Notar vollzogen ist. Das stand bereits vor dem Treffen am Donnerstag fest. Der Krefelder Gerald Wagener, der seit Wochen darum bemüht ist, eine Lösung zu finden, ist es nach Informationen unserer Zeitung nicht. Er soll aber weiter bereit sein, die Pinguine zu unterstützen. Durch die Kapitalerhöhung verringern sich die Anteile der derzeitigen Hauptgesellschafter Wolfgang Schulz auf 24 Prozent und Mikhail Ponomarev auf 23 Prozent. Wie der Streit zwischen Pinguinen und dem KFC-Chef ausgehen wird, müssen die weiteren Gespräche zeigen.

Mehr von RP ONLINE